Geburtstagsschießen zum 90. von Irmi Hehlert

58 Jahre Mitglied bei den Feuerschützen – Franz Flieger traf genau auf den Punkt

Foto: Die Jubilarin auf ihrem Ehrenplatz im Schützenheim zusammen mit 1. Schützenmeister Markus Weingärtner und dem Gewinner des Geburtstagsschießens Franz Flieger

Osterhofen. Ein äußerst seltenes Festschießen konnten die Feuerschützen Osterhofen in den letzten Wochen durchführen. Ehrenmitglied Irmi Hehlert hatte zu ihrem 90. Geburtstag, den sie im Januar im Kreise ihrer Lieben feiern konnte, ihre Schützenfamilie zum Geburtstagsschießen geladen. 18 Schützen setzten über fünf Wochen alles daran, den geforderten 90-Teiler zu treffen, einen Schuß, der exakt 90 Hundertstel Millimeter vom Mittelpunkt der Scheibe abweicht.

Bei der abschließenden Siegerehrung am Donnerstag ging der neugewählte Schützenmeister Markus Weingärtner auch auf die lange Mitgliedschaft von Irmi Hehlert ein. Bereits im Jahre 1959, dem Jahr als Konrad Adenauer noch Bundeskanzler und Theodor Heuss Bundespräsident waren, Peter Kraus Sugar Baby rockte und Caterina Valente Tschau tschau Bambino trällerte, Ben Hur erstmals über die Leinwand flimmerte und der Liter Benzin noch 63 Pfennige kostete, wurde sie Mitglied der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Osterhofen. Schon bald entwickelte Irmi Hehlert sich zur Meisterschützin, die weitum in Niederbayern als Konkurrentin gefürchtet, aber als Schützenkameradin hoch geachtet wurde. 30 Jahre lang war sie bei den Feuerschützen als Schriftführerin “die Herrin über Sitzungsprotokolle, Vereinschronik und das Goldene Buch des Hl. Nikolaus”, ein Amt, dass sie mit viel Liebe, Sorgfalt und Herzblut ausübte. Auch bei den kleinen und großen Preisschießen war sie jahrzehntelang eine zuverlässige Stütze und als “die Dame vom Nachkauf” weitum bekannt. Nebenbei fand sie immer wieder Zeit, für ihre Schützenfamilie Kuchen zu backen, für die Schützenkinder Nikolaussäckchen zu packen oder für Jubiläen und Feiern Gedichte zu schreiben. Als Ausschußmitglied war und ist sie immer noch aktiv dabei, die Geschicke des Vereines in die richtigen Bahnen zu lenken, wobei sie wegen ihrer Geradlinigkeit und ihrer offenen Worte hoch geachtet ist.

Da sie aufgrund ihres jahrzehntelangen Engagements von Verein, Schützengau und Bayer. Sportschützenbund an Urkunden, Abzeichen bis hin zur Ehrenmitgliedschaft bereits alles erhalten hat und seit ihrem 80. Geburtstag sogar über einen namentlich für sie reservierten Stammplatz im Schützenheim verfügt, war es für ihn schwierig, ein passendes Geschenk zu finden, so Schützenmeister Weingärtner. Und so kam ihm die Idee, der Jubilarin in Anlehnung an die Schützenkönigskette eine “Lebenskette” anzufertigen, die aus 90 Münzen besteht und in der Unterschiedlichkeit des Glanzes der Münzen an strahlende oder auch dunklere Jahre in ihrem Leben erinnern soll. Mit dem Wunsch, dass diese Kette noch um viele helle Münzen und Jahre erweitert werden kann, leitete Weingärtner unter großem Applaus für die Jubilarin über zur Preisverteilung.

Mit exakt dem geforderten 90-Teiler hatte Franz Flieger als Erster die freie Auswahl unter den von der Jubilarin gestifteten Sachpreisen. Mit der Kleinkaliberpistole holte sich Christian Deisböck den zweiten Platz, gefolgt von Christian Bauer, 89,8-Teiler, Rudi Lawrenczuk, Großkaliber, Cony Stefan, 89,6-T, Gerhard Müller, Großkaliber, Helmut Deisböck, 90,5-T, Hans Schwinghammer, Kleinkaliber, Josef Maidorn, 94,6-T, und Peter Niedermeier, 96,4-Teiler.

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