156 Teilnehmer aus nah und fern schießen 100-Schuß-Marathon

Gauliga-Schützen und Bayer. Meister nebeneinander am Start – Weiteste Anreise kam aus Leipzig – Ältester Teilnehmer mit 81 Jahren

Den Wunsch “Gut Schuß” im Osterhofener Schützenheim haben die Pokalgewinner beim anstrengenden 100-Schuß-Marathon mit Luftpistole und Luftgewehr hervorragend umgesetzt und zeigen voller Stolz ihre Pokale

 

Osterhofen. An sechs Tagen kämpften wieder Sportschützen aus allen Alters- und Leistungsklassen beim fünfzehnten 100-Schuß-Marathon der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Osterhofen mit Luftgewehr und Luftpistole um Pokale und Geldpreise. Jung und alt, Gauligaschützen und Bayer. Meister aus nah und fern stellten an den zwanzig Schießständen der FSG Osterhofen einträchtig nebeneinander ihre Konzentration und Kondition auf den Prüfstand. Da 1. Schützenmeister Markus Weingärtner wegen einer lange vorher gebuchten Urlaubsreise verhindert war begrüßte Rudi Lawrenczuk am Samstagabend bei der abschließenden Siegerehrung, nur zwei Stunden nach dem letzten Schuß, die zahlreich erschienen Teilnehmer und insbesondere Gausportleiter Jürgen Wichert und Ehrenschützenmeister Georg Bauer.

Nach dem Dank an alle Teilnehmer für ihr sportlich faires Verhalten und den Glückwünschen für zahlreiche hervorragende Leistungen dankte er auch der Stadt Osterhofen für die Pokalspenden und natürlich seinen fleißigen Vereinsmitgliedern, insbesondere Christian Bauer, die diesen Wettkampf wieder in der gewohnt zuverlässigen Art organisiert und reibungslos abgewickelt hatten.

Mit 156 Sportschützen aus 36 Vereinen zog dieses Turnier wieder Schützen aus ganz Bayern nach Osterhofen. Sie nutzten im Alfred-Sell-Schützenheim die Möglichkeit der turniermäßigen Wettkampfvorbereitung und der Überprüfung des eigenen Leistungsstandes kurz vor Beginn der neuen Rundenwettkampfsaison. Die Ergebnisse der Teilnehmer und die reibungslose Abwicklung, die die Feuerschützen Osterhofen gewährleisteten, ließen dieses Turnier wieder zu einem vollen Erfolg sowohl für den Schießsport als auch für die Beteiligten werden, so Lawrenczuk.

Der Osterhofener 100-Schuß-Marathon sei eine ganz besondere Veranstaltung, ein harmonisches Treffen von Schützenkameraden, die sich selber Ziele setzen und diese mit einem gesunden Ehrgeiz zu erreichen versuchen. Hier steht der 80jährige “alte Hase” neben dem 12jährigen Jungschützen und beide versuchen, die Konzentration über 2 Stunden Wettkampf aufrecht zu erhalten und 100 mal ihr Können abzurufen. Der eine Schütze freue sich, wenn er die 800-Ringe-Grenze überspringt, der andere möchte die 1000-Ringe-Marke knacken und der dritte freut sich, wenn ihm mit einem guten Blattl das Glück zur Seite steht und er einen der vielen Geldpreise mit nachhause nehmen kann. Jeder Teilnehmer hat seine ganz persönliche Motivation, diesen anstrengenden Wettkampf durchzustehen und durchweg positiv war dann auch die Stimmung der Teilnehmer an den sechs Schießtagen und bei der Siegerehrung.

Durch die Einbeziehung der Aufgelegt-Disziplinen für über 51jährige konnten auch dieses Jahr wieder eine große Anzahl an älteren Schützen an die Schießstände geholt werden, die mit ihren Leistungen gezeigt haben, dass sie nichts von ihrem Ehrgeiz und ihrem Können verloren haben. In einem Alter, in dem in anderen Sportarten die Sportgeräte längst am berühmten Nagel hängen, blühen die Sportschützen-Senioren noch einmal richtig auf und bringen zum Teil unglaubliche Ringzahlen zustande.

Unter dem Applaus der Anwesenden dankte Lawrenczuk ganz besonders den Unteriglbacher Schützen, insbesondere deren Schützenmeister Hartmut Roitner, die sich auch dieses Jahr wieder mit 16 Teilnehmern an diesem Turnier beteiligten und damit auch dieses Jahr wieder den Meistpreis gewannen, den sie beim großzügigen Spender in der Aldersbacher Brauerei einlösen können.

 

Die Pokalgewinner in den einzelnen Wertungsklassen:

In der Luftpistolen-Jugendklasse holte sich bei seiner ersten Teilnahme an diesem Turnier Andreas Bäumler von der HSG Regensburg mit 880 Ringen den Siegerpokal, während Fabian Müller von Jagabluat Heimhart mit 808 Ringen auf Platz zwei kam. Ganz besonders erfreut zeigte sich Lawrenczuk über das Ergebnis von Louise Boleslawsky, FSG Osterhofen. Mit 713 Ringen kam sie bei ihrem ersten Start bei einem größeren Turnier auf Platz drei.

In der Damenklasse Luftpistole gewann dieses Jahr Sabine Huber von der HSG Regensburg mit 922 Ringen vor Sandra Maier, Unteriglbach, 841 R und Tanja Geiger, Fröhliche Bergler Greising, 796 Ringe.

Die Damen-Altersklasse gewann Angela Stetter von den Bayerwaldschützen Eging, die mit 892 Ringen und einem Ring Vorsprung die Vorjahressiegerin Marie Christine Falk von der FSG Ering in Schach halten konnte. Den dritten Pokal holte sich die Vorjahreszweite Claudia Zellner, Sonnenwaldschützen Schöllnach mit 865 Ringen.

Den Sieg in der LP-Schützenklasse sicherte sich dieses Jahr Timo Kraus von der HSG Regensburg mit 934 Ringen vor den in der 2. Bundesliga schießenden Stefan Degenhart, Unteriglbach, 930 R und Nick Ruß vom SV Auerhahn Steinberg, 925 Ringe.

Die LP-Altersklasse sah Ludwig Ottomanow von der FSG Osterhofen mit 924 Ringen auf dem Siegertreppchen, flankiert von Thomas Heißenhuber und Willi Altmann, beide FSG Landau, die 904 und 901 Ringe erzielten.

Den Siegerpokal in der Seniorenklasse Luftpistole holte sich dieses Jahr mit seinem Rekord-Ergebnis von 934 Ringen Rudi Lawrenczuk, Osterhofen, vor Werner Luderer, FSG Landau, 921 R, und Helga Süß, Bergschützen Pillham, 887 Ringe.

In der Seniorenklasse Luftpistole Auflage war Rony Egger, FSG Passau, wieder einmal nicht zu schlagen. Mit 979 zu 978 Ringen wurde er aber diesmal hart bedrängt von seinem Mannschaftskameraden Manfred Resch, während der Leipziger Falko Mühlig seine lange Anreise mit 970 Ringen und dem dritten Siegerpokal belohnte.

Der Sieg in der Luftgewehr-Jugendklasse ging an die Hubertusschützen Aigen/Inn. Sofia Unterbuchberger hatte mit 914 Ringen die besseren Karten und verwies Fabian Müller, 889, und Christoph Maier, 644, beide Heimhart, auf die Plätze zwei und drei.

In der jedes Jahr hart umkämpften Luftgewehr-Damenklasse ging dieses Jahr Karola Meyer, Bräuschützen Emmersdorf, mit 959 Ringen als Siegerin hervor, während sich Stefanie Kagleder, ebenfalls Emmersdorf, und Sabrina Ofenbeck, mit 957 und 955 Ringen knapp dahinter platzierten.

Den Sieg in der Luftgewehr Damen-Altersklasse holte sich Vera Schreindobler von der FSG Ering mit 924 Ringen, vor der wiederum Zweitplatzierten Heike Saller, Donauschützen Hofkirchen, 906 R, und Johanna Speckmaier, Emmersdorf, 857 Ringe.

In der Schützenklasse Herren konnte Patrik Adam von Isargrün Goben seinen ersten Platz vom Vorjahr verteidigen und setzte sich mit 970 Ringen gegen Christian Sonnleitner, Emmersdorf, 953 R, und seinen Mannschaftskollegen Michael Kießlinger, 953 Ringe, durch.

Die LG-Herren-Altersklasse gewann Bernhard Winklhofer von den Hubertusschützen Aigen/Inn mit 966 Ringen vor Ralf Zellner, Sonnenwald Schöllnach, 961 R, und Werner Maier, Emmersdorf, 952 Ringe.

In der Luftgewehr Seniorenklasse konnte Elfriede Huber von der HSG Regensburg ihr Vorjahresergebnis nochmal steigern und sicherte sich mit 938 Ringen den Sieg vor Johann Erndl, Wildschützen Thundorf, 881 R, und Alois Sonnleitner, Emmersdorf, 862 Ringe.

In der Disziplin Luftgewehr Senioren aufgelegt steigerte Hans-Peter Hoch von den Vereinigten Schützen Kühbach die Rekordmarke beim Osterhofener Marathon auf sagenhafte 998 Ringe. Lediglich einen Ring weniger stanzte Gerhard Sageder, Greising, mit 997 R in die Schießscheiben. Genauso knapp dahinter konnte sich Regina Schlager, Untergriesbach-Grub, mit 996 Ringen bei ihrem ersten 100-Schuß-Marathon auf Platz drei platzieren.

Für Johann Albrecht von der FSG Landau reichte es mit ebenfalls hervorragenden 994 Ringen zwar nicht für einen Platz unter den ersten drei, aber er erhielt als Anerkennung seiner sportlichen Leistung, die er seit vielen Jahren im Rollstuhl sitzend erbringt, unter großem Applaus den Pokal für den mit 81 Jahren ältesten Teilnehmer bei diesem Turnier. Den Sonderpokal für die weiteste Anreise erhielt Falko Mühlig, der extra für dieses Turnier aus Leipzig über 400 km angereist war.

In der Luftpistolen-Mannschaftswertung wurden die fünf besten Schützen eines Vereines gewertet. Das beste Ergebnis erzielte mit 4544 Ringen die HSG Regensburg vor der FSG Osterhofen, die aber mit 4534 Ringen außer Konkurrenz schoß. Den zweiten Mannschaftspokal holte sich daher die FSG Landau, 4508 R, vor den Adlerschützen Unteriglbach, 4506 R, den Bayerwaldschützen Eging, 4321 R, und den Fröhlichen Berglern aus Greising, 4092 Ringe.

Die Luftgewehr-Mannschaftswertung gewannen einmal mehr die Bräuschützen Emmersdorf, die 4771 Ringe vorweisen konnten, vor den Hubertusschützen Aigen/Inn, 4674 R, Adlerschützen Unteriglbach, 4670 R, Donauschützen Hofkirchen, 4609 R, und Jagabluat Heimhart, 4483 Ringe.

In der Mannschaftswertung Luftgewehr Auflage holten die Schützen von Goldener Steig Tannöd mit 4834 Ringen, den Siegerpokal. Die Osterhofener Feuerschützen erzielten hier a.K. 4905 Ringe.

Satte Geldpreise bei diesem 100-Schuß-Turnier gab es in den Blattlwertungen zu gewinnen. 100,- Euro in Bar waren hier als erste Preise für die besten Glücksschüsse sowohl für die Freihandschützen als auch für die Auflageschützen ausgesetzt. Über den besten Glücksschuß des gesamten Turniers konnte sich Robert Maier, Deggenau, freuen. Mit seiner Luftpistole und einem 0,6-Teiler zielte er bei den Auflageschützen um einen Tausendstel Millimeter genauer in die Mitte als Rony Egger, FSG Passau, dessen bester Schuß gerade mal um 7 Tausendstel Millimeter vom Mittelpunkt der Scheibe abwich. Die Blattl der weiteren Preisträger lagen nicht viel schlechter, Gerhard Sageder, Greising, 1,5-T, Rudolf Schlämmer, Kühbach, 3,4-T, Erwin Philipp, Tannöd, 4,2-T, Erich und Anna Auer, Obergessenbach, 4,9- und 6,2-T, Hans-Peter Hoch, Kühbach, 7,1-T, Franz Peter, Hutthurm, 7,3-T, und Regina Schlager, Untergriesbach, 7,4-T, setzten sich vor zehn weitere Preisträger in der Auflage-Klasse.

Bei den Freihandschützen konnte Christian Sonnleitner, Emmersdorf, einen Zehner am genauesten in die Mitte stanzen. Mit seinem 1,8-Teiler gewann er vor Jennifer Schmerbeck, Heimhart, 3,0-T, Hermann Friedl, Thundorf, und Erwin Penzkofer, Greising, beide 4,5-T, Thomas Heißenhuber, Landau, 5,2-T, Stefanie Kagleder, Emmersdorf, 6,3-T, Angela Stetter, Eging, 6,8-T, Wolfgang Hofer, Aigen/Inn, 6,9-T, Michael Loher, Ering, 7,9-T, und Stefan Degenhart, Unteriglbach, 10,1-T. Noch dreißig weitere Schützen erzielten hier Blattl unter 28,4-T und konnten sich über einen Geldpreis freuen.

Eigentlich ist es bei den Sportschützen ungewöhnlich, dass sie ihren Sport sowohl mit Kurz- als auch mit Langwaffen betreiben. Umso mehr beeindrucken besonders die Schützen, die sowohl mit der Luftpistole als auch mit dem Luftgewehr immer wieder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Für die Marathon-Kombiwertung, Luftgewehr und Luftpistole zusammen gewertet, hatte die Stadt Osterhofen insgesamt vier wertvolle Glas-Pokale zur Verfügung gestellt. Sieger dieses 200-Schuß-Marathons war wie in den Vorjahren wieder Roland Meyer, FSG Aldersbach, der sich mit insgesamt 1854 Ringen auch in diesem Jahr wieder gegen Christian Sonnleitner, Emmersdorf, 1852 R, und Werner Maier, ebenfalls Emmersdorf, 1843 Ringen und die drei weiteren Konkurrenten Hartmut Roitner, Fabian Müller und Thomas Fritz durchsetzen konnte.

Ein Pokal stand für den Sieger der Kombiwertung bei den Aufgelegt-Schützen zur Verfügung. Als bester Auflage-Kombischütze behauptete sich wieder ungefährdet Rony Egger, FSG Passau, der mit 1974 Ringen exakt dasselbe Ergebnis wie in den beiden Vorjahren erzielte und damit seine sechs Konkurrenten Robert Maier, Helmut Herz, Rudi Lawrenczuk, Manfred Resch, Jürgen Wichert und Markus Aigner auf Abstand halten konnte. Alle Ergebnisse sind unter www.FSG-Osterhofen.de nachzulesen.

Rudi Lawrenczuk dankte zum Abschluß der Siegerehrung nochmal allen Teilnehmern für den sportlich und fair ausgetragenen Wettkampf sowie seinen Helfern für ihren tatkräftigen und zuverlässigen Einsatz und wünschte allen Teilnehmern Gut Schuß für die bevorstehende Rundenwettkampf-Saison und die restlichen Deutschen Meisterschaften, die demnächst noch in Hannover und Dortmund stattfinden.

Am 5. und 6. Oktober herrscht dann schon wieder großer Andrang an den Osterhofener Schießständen, wenn zum alljährlichen Klein- und Großkaliber-Donau-Cup erneut Sportschützen aus ganz Niederbayern erwartet werden.

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