80 Sportschützen messen sich beim 21. Donau-Cup

Jörg Boleslawsky verteidigt Vorjahrestitel, seine Tochter gewinnt Juniorenwertung

Die Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft veranstaltete heuer bereits zum einundzwanzigsten Mal eines der größten Preisschießen in Niederbayern für Klein- und Großkaliber-Kurzwaffenschützen. An zwei Tagen haben sich die niederbayerischen Sportschützen im Alfred-Sell-Schützenheim ein Stelldichein gegeben und um die beiden Donau-Cup-Trophäen und wertvolle Sachpreise gekämpft. 

Der Donau-Cup wird nur mit Klein- und Großkaliber-Sportpistolen oder -Revolver ausgetragen. Innerhalb von 120 Sekunden dürfen inklusive laden fünfzehn Schüsse abgegeben werden. Bei diesem speziellen Wertungsmodus kommt es darauf an, dass auch unter Zeitdruck die Präzision des Sportschützen nicht leiden darf. Dabei wurden in beiden Disziplinen wieder respektable Ergebnisse erzielt. Den Stellenwert dieses Turniers unterstreichen auch Deutschlands führende Fachzeitschriften für Sportschützen, Visier und Deutsches WaffenJournal. Sie unterstützten die Großveranstaltung der Osterhofener Sportschützen wieder mit Sachpreisen. Eine Bereicherung der Veranstaltung war auch die Ausstellung der Fa. Mönck, Winzer, die am Samstag aktuellste Sportwaffen und Zubehör vorstellte. Bei der stattfindenden Preisverteilung gleich im Anschluss an das Preisschießen dankte 1. Schützenmeister Jörg Boleslawsky ganz besonders Wilhelm Bauer, der vor 21 Jahren dieses Turnier initiiert hatte und sich seitdem jedes Jahr als Cheforganisator um wertvolle Sachpreise und zusammen mit seinen Standaufsichten und sonstigen Helfern um einen geregelten Ablauf und um die Bewirtung der Gäste im Schützenheim kümmert.

“Der Willi”, wie er in Schützenkreisen genannt wird, bedankte sich bei den vielen Sponsoren, die dieses Turnier immer wieder mit Geld- oder Sachpreisen ausstatten. Auch an die Teilnehmer aus dem gesamten niederbayerischen Raum richtete er einen großen Dank für die langjährige Treue und den sportlich fairen Ablauf. Dass auch in Corona-Zeiten und unter Beachtung der Abstands- und Hygienevorschriften wieder 80 Teilnehmer an den Start gingen freute ihn besonders. Ebenso freue es ihn, dass Schützenmeister Jörg Boleslawsky mit 95 Ringen unter Beweis stellen konnte, dass sein Vorjahressieg in der Grokaliberwertung kein Zufallstreffer war. Unter dem Applaus der Teilnehmer konnte dieser als erster unter den vielen Sachpreisen auswählen.

Auf die Plätze zwei und drei kamen Stefan Krieg von den GLS Neureichenau mit 93 Ringen und Michael Weber von den Ohe-Schützen Schöllnach mit 92 Ringen. Helmut Deisböck, FSG Osterhofen, konnte sich mit 87 Ringen und den besseren Deckserien gegen den ringgleichen Tobias Dadlhuber, VWS Otterskirchen, durchsetzen, gefolgt von Josef Kohlpaintner, Bergschützen Pillham, 86 R, Max Peinkofer, PSSF, 85 R, und Martin Würzburger, JSV Quetsch, 84 R. Als nächste Preisträger folgte ein starker Osterhofener Block, Robert Heindl und Jochen Maier, 79 und 78 R belegten Platz neun und zehn, während Alfred Stadler, Sebastian Barth und Volker Müller 78, 77 und 74 Ringe vorweisen konnten. Markus Straßer, Ohe-Schützen Schöllnach, und Franz Schmid, PSSF, belegten mit 73 und 72 Ringen die nächsten Plätze. Insgesamt konnten in der Großkaliber-Wertung 54 Starter einen Sachpreis mit nachhause nehmen.

Die Kleinkaliber-Wertung konnte dieses Jahr Jürgen Zeindl von der SLG Fürstenstein mit 84 Ringen für sich entscheiden. Roland Mayer, FSG Aldersbach, platzierte sich mit 81 Ringen vor Rainer Blindauer, Polizeischützen Fürstenzell, 74 R, Alfred Stadler, FSG Osterhofen, 68 R, und Jörg Boleslawsky, 66 Ringe. Erstmals war auch eine Juniorenwertung ausgeschrieben, hier konnte Louise Boleslawsky, FSG Osterhofen, für ihre 65 Ringe den Sonderpokal plus Sachpreis in Empfang nehmen. Mit 55 und 54 Ringen konnten Sebastian Barth, FSG Osterhofen, und Michael Baumgartner, VWS Otterskirchen die Preisträgerliste fortsetzen, gefolgt von Günther Bindereder, SV Sto Feldkirchen, Christian Deisböck, FSG Osterhofen, beide 53 Ringe. Max Hüttinger, FSG Osterhofen, belegte mit 52 Ringen Platz elf, gefolgt von Sabine Fürst, GLS Neureichenau, ringgleich mit 52 R, Juniorschütze Vinzent Müller, FSG Osterhofen, 47 R, Stefan Krieg, GLS Neureichenau, 43 R, und Jakob Meyer, FSG Aldersbach, ebenfalls 43 Ringe. In der Kleinkaliber-Wertung wurden insgesamt 26 Sportschützen mit einem Sachpreis für ihre Leistungen belohnt.

Den Meistpreis für die stärkste Vereinsabordnung holten mit 10 Startern die Schützen von der SLG Fürstenstein wie im Vorjahr und können sich demnächst über ein gemeinsames Serrano-Schinken-Essen freuen. Alle weiteren Ergebnisse sind auf der Internetseite der Feuerschützen nachzulesen unter www.FSG-Osterhofen.de.

Schießleiter Wilhelm Bauer konnte dem Donau-Cup-Gewinner Jörg Boleslawsky die Siegertrophäe der Großkaliberschützen überreichen, dessen Tochter Louise gewann die Juniorenwertung, Jürgen Zeindl siegte in der Kleinkaliber-Wertung und die SLG Fürstenstein freute sich über den riesigen Schinken in der Meistpreis-Wertung.

Über 100 Teilnehmer schießen 100-Schuß-Marathon mit Abstand

Alljährliches Turnier diesmal als Fernwettkampf – Osterhofener Donau-Cup am kommenden Wochenende

Foto: Penzkofer Julia Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen

Auch in Corona-Zeiten lassen sich die Sportschützen nicht aus der Ruhe bringen. Unter dem Motto “Schützen schützen sich und andere” haben die Osterhofener Feuerschützen dieses Jahr den beliebten 100-Schuß-Marathon als Fernwettkampf organisiert und die Resonnanz hat ihre Mühen bestätigt. Normalerweise ist das Osterhofener Schützenheim jedes Jahr Ende September eine Woche lang jeden Abend voll ausgelastet. Da bei diesem großen Andrang eine Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften nicht zu garantieren gewesen wäre und die Feuerschützen weder ihre Gäste noch die mitarbeitenden Mitglieder einem unnötigen Risiko aussetzen wollten hat sich die Vorstandschaft schweren Herzens entschlossen, das diesjährige Turnier als Fernwettkampf zu organisieren. Das heißt, die Teilnehmer schießen ihren Wettkampf im kleinen Kreis auf dem jeweiligen heimischen Schießstand und melden ihre Ergebnisse. 109 Teilnehmer aus allen Alters- und Leistungsklassen haben diese Möglichkeit genutzt, endlich wieder an einem Turnier teilzunehmen und ihren Leistungsstand zu überprüfen, nachdem ja die Wettkampfsaison im Frühjahr kurzfristig abgebrochen und sämtliche Meisterschaften und Preisschießen komplett abgesagt worden waren. Geldpreise oder Pokale gab es dieses Jahr zwar nicht zu gewinnen, dafür mußten die Teilnehmer aber auch keinerlei Startgeld entrichten.

Auf das, was den Osterhofener 100-Schuß-Marathon zum großen Teil ausmacht, das kameradschaftliche Zusammensitzen vor und nach dem Schießen, das gegenseitige kennen lernen, das fachsimpeln, das nebeneinander gegeneinander kämpfen, der direkte Kontakt von jung und alt, Frauen und Männern, Hobby- und Spitzenschützen mußte leider verzichtet werden. Aber wie Organisator Rudi Lawrenczuk aufgrund der vielen Rückmeldungen erfahren durfte, waren die Schützen froh, ihr Können endlich wieder einmal unter Beweis stellen und sich mit anderen messen zu können. Dass die Schützen auch unter erschwerten Bedingungen nichts verlernt haben zeigten die teilweise unglaublichen Ergebnisse.

Die Teilnehmer in den einzelnen Wertungsklassen:

In der Luftpistolen-Jugendklasse holte sich bei seiner zweiten Teilnahme an diesem Turnier Paul Riepl von der FSG Osterhofen mit exakt demselben Ergebnis wie im Vorjahr mit 787 Ringen den ersten Platz, gefolgt von Thomas Nigl, Hacklberger Schützen, 713 R, und Martin Ameres, ebenfalls Osterhofen, 670 Ringe.

In der Damenklasse Luftpistole verwies dieses Jahr Sophie Mayer von den Adlerschützen Unteriglbach mit 892 Ringen die Vorjahressiegerin Corinna Lohse von der SSG Dynamit Fürth mit 891 Ringen äußerst knapp auf Platz zwei, während Ina Tunkel-Seyler von Hubertus Schöllkrippen mit 844 Ringen Platz drei belegte.

Die Damen-Altersklasse mit der Luftpistole gewann Cäcilia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising mit 833 Ringen vor Beate Fruth, Bayerwaldschützen Eging, 802 Ringe.

Den Sieg in der LP-Schützenklasse sicherte sich dieses Jahr Johannes Schauer, Adlerschützen Unteriglbach, mit 938 Ringen, vor seinen Vereinskameraden Stefan Degenhart und Roland Meyer, 925 und 900 Ringe.

Die LP-Altersklasse sah wie im Vorjahr Ludwig Ottomanow von der FSG Osterhofen mit 915 Ringen gedanklich auf dem Siegertreppchen, flankiert von Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, 885 R, und Wolfgang Gonsch von den Hacklberger Schützen, der 857 Ringe vorweisen konnte.

In der Seniorenklasse Luftpistole konnten Helmut Deisböck und Rudi Lawrenczuk, beide Osterhofen, exakt dasselbe Ringergebnis in die Scheiben stanzen. Mit jeweils 904 Ringen sicherte die bessere 93-er Schlußserie den ersten Platz für Helmut Deisböck. Mit 876 Ringen und Platz drei feierte Angela Stetter von den Bayerwaldschützen Eging ihren Einstand in der Seniorenklasse.

In der Seniorenklasse Luftpistole Auflage zeigte Rony Egger von der FSG Passau einmal mehr sein Ausnahmekönnen. Mit 1036,8 Ringen platzierte er sich unangefochten auf Platz eins vor Bernd Steglich, Hubertus Böhmzwiesel, 1019,2 R, und Victoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 1017,7 Ringe vorweisen konnte.

Der Sieg in der zahlenmäßig leider schwach besetzten Luftgewehr-Jugendklasse ging in diesem Jahr an Pascal Kuchar von den Hacklberger Schützen, der mit exakt 700 Ringen abschloß.

In der jedes Jahr hart umkämpften Luftgewehr-Damenklasse ging dieses Jahr Julia Penzkofer, Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen als Siegerin hervor. Karola Meyer und Steffi Kagleder, beide Bräuschützen Emmersdorf, zeigten mit 961 und 954 Ringen zwar ebenfalls hervorragende Ergebnisse, mußten sich aber mit Platz zwei und drei zufriedengeben.

Dass in Greising noch mehr hervorragende Schützen zuhause sind bewies in der Luftgewehr Damen-Altersklasse Cäcilie Penzkofer mit 928 Ringen.

In der Schützenklasse Herren konnte sich Thomas Hanuss von den Ohetaler Schützen Kirchberg mit 971 Ringen gegen Emanuel Frey, 956 R, und Christian Sonnleitner,950 R, beide Bräuschützen Emmersdorf, durchsetzen.

Die LG-Herren-Altersklasse gewann wie im Vorjahr Wolfgang Hofer, Hubertusschützen Aigen/Inn, der seine Vorjahresleistung nochmal um sechs Ringe auf 961 Ringe hochschrauben konnte. Christian Kalhammer, Adlerschützen Unteriglbach, und Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, kamen mit 952 und 948 Ringen auf die Plätze zwei und drei.

In der Luftgewehr Seniorenklasse verteidigte Reinhart Zündorf von den Hacklberger Schützen mit 913 Ringen seinen Vorjahrestitel gegen Alois Sonnleitner, Emmersdorf, 881 Ringe.

In der Disziplin Luftgewehr Senioren aufgelegt ging es auch trotz der Zehntelwertung extrem eng zu. Mit unglaublichen 1060,6 Ringen konnte Armin Hiemer vom SV Eintracht Hoyren (ein Verein im Bodensseekreis) die Vorjahres-Bestmarke von Robert Maier Deggenau nochmal um zwei Zehntelringe verbessern. Auch der Vorjahreszweite Detlef Müller, VS Kühbach, konnte sein letztjähriges Ergebnis nochmal steigern und platzierte sich mit 1058,7 Ringen vor seinem Vereinskameraden Hans-Peter Hoch, der 1057,9 Ringe in die Schießscheiben zauberte.

Eigentlich ist es bei den Sportschützen eher ungewöhnlich, dass sie ihren Sport sowohl mit Kurz- als auch mit Langwaffen betreiben. Umso mehr beeindrucken besonders die Schützen, die bei diesem sowieso schon anstrengenden 100-Schuß-Marathon sowohl mit der Luftpistole als auch mit dem Luftgewehr immer wieder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

In der Marathon-Kombiwertung, Luftgewehr und Luftpistole zusammen gewertet, setzte sich wieder einmal Roland Meyer, Bräuschützen Emmersdorf, durch. Mit dem Gesamtergebnis von 1843 Ringen konnte er sich gegen seinen Mannschaftskollegen Werner Maier, 1833 R, und Corinna Lohse, von der SSG Dynamit Fürth, 1824 Ringe behaupten.

Der Sieger der Kombiwertung bei den Auflage-Schützen ließ erst gar keinen Zweifel an seiner Ausnahmestellung im Auflageschießen aufkommen. Mit 2086,4 Ringen setzte sich Rony Egger von der FSG Passau unangefochten an die Spitze vor Viktoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 2066,4 Ringe erzielen konnte, während Rudi Lawrenczuk, Osterhofen, mit 2057,0 Ringen die drei theoretischen Podestplätze vervollständigte. Alle Ergebnisse sind unter www.FSG-Osterhofen.de nachzulesen.

Am kommenden Wochenende wird aber nun beim Donau-Cup wieder im Osterhofener Schützenheim geschossen. Am Freitag und Samstag kommen die Klein- und Großkaliber-Kurzwaffen wieder zum Einsatz und Schützen aus ganz Niederbayern treffen sich hier zum Wettstreit um schöne Sachpreise. Aufgrund des ausgeschriebenen Modus und der geringeren Teilnehmerzahlen lassen sich hier Abstands- und Hygieneregeln sicher einhalten. Die Mitglieder um Schützenmeister Jörg Boleslawsky und Schießleiter Wilhelm Bauer haben jedenfalls alle Vorkehrungen getroffen, dass auch die 21. Auflage dieses Turniers wieder ein Erfolg wird. Foto: Julia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising, die beim 100-Schuß-Marathon mit 992 Ringen in der Luftgewehr-Damenklasse neue Maßstäbe