Über 100 Teilnehmer schießen 100-Schuß-Marathon mit Abstand

Alljährliches Turnier diesmal als Fernwettkampf – Osterhofener Donau-Cup am kommenden Wochenende

Foto: Penzkofer Julia Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen

Auch in Corona-Zeiten lassen sich die Sportschützen nicht aus der Ruhe bringen. Unter dem Motto “Schützen schützen sich und andere” haben die Osterhofener Feuerschützen dieses Jahr den beliebten 100-Schuß-Marathon als Fernwettkampf organisiert und die Resonnanz hat ihre Mühen bestätigt. Normalerweise ist das Osterhofener Schützenheim jedes Jahr Ende September eine Woche lang jeden Abend voll ausgelastet. Da bei diesem großen Andrang eine Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften nicht zu garantieren gewesen wäre und die Feuerschützen weder ihre Gäste noch die mitarbeitenden Mitglieder einem unnötigen Risiko aussetzen wollten hat sich die Vorstandschaft schweren Herzens entschlossen, das diesjährige Turnier als Fernwettkampf zu organisieren. Das heißt, die Teilnehmer schießen ihren Wettkampf im kleinen Kreis auf dem jeweiligen heimischen Schießstand und melden ihre Ergebnisse. 109 Teilnehmer aus allen Alters- und Leistungsklassen haben diese Möglichkeit genutzt, endlich wieder an einem Turnier teilzunehmen und ihren Leistungsstand zu überprüfen, nachdem ja die Wettkampfsaison im Frühjahr kurzfristig abgebrochen und sämtliche Meisterschaften und Preisschießen komplett abgesagt worden waren. Geldpreise oder Pokale gab es dieses Jahr zwar nicht zu gewinnen, dafür mußten die Teilnehmer aber auch keinerlei Startgeld entrichten.

Auf das, was den Osterhofener 100-Schuß-Marathon zum großen Teil ausmacht, das kameradschaftliche Zusammensitzen vor und nach dem Schießen, das gegenseitige kennen lernen, das fachsimpeln, das nebeneinander gegeneinander kämpfen, der direkte Kontakt von jung und alt, Frauen und Männern, Hobby- und Spitzenschützen mußte leider verzichtet werden. Aber wie Organisator Rudi Lawrenczuk aufgrund der vielen Rückmeldungen erfahren durfte, waren die Schützen froh, ihr Können endlich wieder einmal unter Beweis stellen und sich mit anderen messen zu können. Dass die Schützen auch unter erschwerten Bedingungen nichts verlernt haben zeigten die teilweise unglaublichen Ergebnisse.

Die Teilnehmer in den einzelnen Wertungsklassen:

In der Luftpistolen-Jugendklasse holte sich bei seiner zweiten Teilnahme an diesem Turnier Paul Riepl von der FSG Osterhofen mit exakt demselben Ergebnis wie im Vorjahr mit 787 Ringen den ersten Platz, gefolgt von Thomas Nigl, Hacklberger Schützen, 713 R, und Martin Ameres, ebenfalls Osterhofen, 670 Ringe.

In der Damenklasse Luftpistole verwies dieses Jahr Sophie Mayer von den Adlerschützen Unteriglbach mit 892 Ringen die Vorjahressiegerin Corinna Lohse von der SSG Dynamit Fürth mit 891 Ringen äußerst knapp auf Platz zwei, während Ina Tunkel-Seyler von Hubertus Schöllkrippen mit 844 Ringen Platz drei belegte.

Die Damen-Altersklasse mit der Luftpistole gewann Cäcilia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising mit 833 Ringen vor Beate Fruth, Bayerwaldschützen Eging, 802 Ringe.

Den Sieg in der LP-Schützenklasse sicherte sich dieses Jahr Johannes Schauer, Adlerschützen Unteriglbach, mit 938 Ringen, vor seinen Vereinskameraden Stefan Degenhart und Roland Meyer, 925 und 900 Ringe.

Die LP-Altersklasse sah wie im Vorjahr Ludwig Ottomanow von der FSG Osterhofen mit 915 Ringen gedanklich auf dem Siegertreppchen, flankiert von Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, 885 R, und Wolfgang Gonsch von den Hacklberger Schützen, der 857 Ringe vorweisen konnte.

In der Seniorenklasse Luftpistole konnten Helmut Deisböck und Rudi Lawrenczuk, beide Osterhofen, exakt dasselbe Ringergebnis in die Scheiben stanzen. Mit jeweils 904 Ringen sicherte die bessere 93-er Schlußserie den ersten Platz für Helmut Deisböck. Mit 876 Ringen und Platz drei feierte Angela Stetter von den Bayerwaldschützen Eging ihren Einstand in der Seniorenklasse.

In der Seniorenklasse Luftpistole Auflage zeigte Rony Egger von der FSG Passau einmal mehr sein Ausnahmekönnen. Mit 1036,8 Ringen platzierte er sich unangefochten auf Platz eins vor Bernd Steglich, Hubertus Böhmzwiesel, 1019,2 R, und Victoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 1017,7 Ringe vorweisen konnte.

Der Sieg in der zahlenmäßig leider schwach besetzten Luftgewehr-Jugendklasse ging in diesem Jahr an Pascal Kuchar von den Hacklberger Schützen, der mit exakt 700 Ringen abschloß.

In der jedes Jahr hart umkämpften Luftgewehr-Damenklasse ging dieses Jahr Julia Penzkofer, Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen als Siegerin hervor. Karola Meyer und Steffi Kagleder, beide Bräuschützen Emmersdorf, zeigten mit 961 und 954 Ringen zwar ebenfalls hervorragende Ergebnisse, mußten sich aber mit Platz zwei und drei zufriedengeben.

Dass in Greising noch mehr hervorragende Schützen zuhause sind bewies in der Luftgewehr Damen-Altersklasse Cäcilie Penzkofer mit 928 Ringen.

In der Schützenklasse Herren konnte sich Thomas Hanuss von den Ohetaler Schützen Kirchberg mit 971 Ringen gegen Emanuel Frey, 956 R, und Christian Sonnleitner,950 R, beide Bräuschützen Emmersdorf, durchsetzen.

Die LG-Herren-Altersklasse gewann wie im Vorjahr Wolfgang Hofer, Hubertusschützen Aigen/Inn, der seine Vorjahresleistung nochmal um sechs Ringe auf 961 Ringe hochschrauben konnte. Christian Kalhammer, Adlerschützen Unteriglbach, und Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, kamen mit 952 und 948 Ringen auf die Plätze zwei und drei.

In der Luftgewehr Seniorenklasse verteidigte Reinhart Zündorf von den Hacklberger Schützen mit 913 Ringen seinen Vorjahrestitel gegen Alois Sonnleitner, Emmersdorf, 881 Ringe.

In der Disziplin Luftgewehr Senioren aufgelegt ging es auch trotz der Zehntelwertung extrem eng zu. Mit unglaublichen 1060,6 Ringen konnte Armin Hiemer vom SV Eintracht Hoyren (ein Verein im Bodensseekreis) die Vorjahres-Bestmarke von Robert Maier Deggenau nochmal um zwei Zehntelringe verbessern. Auch der Vorjahreszweite Detlef Müller, VS Kühbach, konnte sein letztjähriges Ergebnis nochmal steigern und platzierte sich mit 1058,7 Ringen vor seinem Vereinskameraden Hans-Peter Hoch, der 1057,9 Ringe in die Schießscheiben zauberte.

Eigentlich ist es bei den Sportschützen eher ungewöhnlich, dass sie ihren Sport sowohl mit Kurz- als auch mit Langwaffen betreiben. Umso mehr beeindrucken besonders die Schützen, die bei diesem sowieso schon anstrengenden 100-Schuß-Marathon sowohl mit der Luftpistole als auch mit dem Luftgewehr immer wieder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

In der Marathon-Kombiwertung, Luftgewehr und Luftpistole zusammen gewertet, setzte sich wieder einmal Roland Meyer, Bräuschützen Emmersdorf, durch. Mit dem Gesamtergebnis von 1843 Ringen konnte er sich gegen seinen Mannschaftskollegen Werner Maier, 1833 R, und Corinna Lohse, von der SSG Dynamit Fürth, 1824 Ringe behaupten.

Der Sieger der Kombiwertung bei den Auflage-Schützen ließ erst gar keinen Zweifel an seiner Ausnahmestellung im Auflageschießen aufkommen. Mit 2086,4 Ringen setzte sich Rony Egger von der FSG Passau unangefochten an die Spitze vor Viktoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 2066,4 Ringe erzielen konnte, während Rudi Lawrenczuk, Osterhofen, mit 2057,0 Ringen die drei theoretischen Podestplätze vervollständigte. Alle Ergebnisse sind unter www.FSG-Osterhofen.de nachzulesen.

Am kommenden Wochenende wird aber nun beim Donau-Cup wieder im Osterhofener Schützenheim geschossen. Am Freitag und Samstag kommen die Klein- und Großkaliber-Kurzwaffen wieder zum Einsatz und Schützen aus ganz Niederbayern treffen sich hier zum Wettstreit um schöne Sachpreise. Aufgrund des ausgeschriebenen Modus und der geringeren Teilnehmerzahlen lassen sich hier Abstands- und Hygieneregeln sicher einhalten. Die Mitglieder um Schützenmeister Jörg Boleslawsky und Schießleiter Wilhelm Bauer haben jedenfalls alle Vorkehrungen getroffen, dass auch die 21. Auflage dieses Turniers wieder ein Erfolg wird. Foto: Julia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising, die beim 100-Schuß-Marathon mit 992 Ringen in der Luftgewehr-Damenklasse neue Maßstäbe

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