Feuerschützengesellschaft verschiebt Jahreshauptversammlung

Trotz Corona-Einschränkungen hervorragende Platzierungen bei Rundenwettkämpfen und Gaumeisterschaften

Aufgrund der immer noch gültigen Corona-Einschränkungen verschiebt die Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft die schon für 12. Februar eingeplante Jahreshauptversammlung mit Ehrung von Vereinsmitgliedern und Schützenkönigen auf Freitag, 22. April. Bis dahin, so hoffen die Feuerschützen, werden die Zutrittsbeschränkungen zum Schützenheim wieder so weit gelockert, dass eine größere Anzahl an Mitgliedern daran teilnehmen kann.

Auch den Schießsport haben die Corona-Bestimmungen wieder extrem beeinträchtigt. Die Wettkampfsaison in den Bezirks- und Gauligen wurde nach der Vorrunde abgebrochen. Trotzdem gibt es in Osterhofen Grund zum feiern. Sowohl die 1. als auch die 2. Luftpistolenmannschaft stehen nach fünf Wettkämpfen in der Bezirksliga und der Gauliga ungeschlagen auf Platz 1 und werden wohl in der kommenden Saison in die nächsthöheren Ligen aufsteigen. Lediglich die Senioren, die zum größten Teil komplett durchgeimpft sind, können ihre Saison noch fortführen. Die Auflageschützen schießen ihre Saison zu Ende und beginnen dieses Wochenende mit ihrer Rückrunde.

Die Gaumeisterschaften 2022 wurden zwar nach den ersten Disziplinen im Oktober ausgebremst. Mittlerweile konnten allerdings unter verschärften Bedingungen, durch die ein Teil der nicht komplett geimpften Schützen nicht mehr starten konnte, alle Disziplinen geschossen werden. Auch hier haben die Osterhofener Grund zum feiern. Mit der Freien Pistole aufgelegt konnte bereits im Oktober Helmut Deisböck mit 265 Ringen Platz 1 erringen, mit der Freien Pistole ohne Auflage erzielten Ludwig Ottomanow und Helmut Deisböck Platz eins und zwei. Kleinkalibergewehr 50 m Auflage sah Jörg Boleslawsky und Wilhelm Bauer mit 233 und 223 Ringen auf den ersten beiden Plätzen, die Seniorenwertung gewann Helmut Deisböck, 279, und Alfred Stadler belegte Platz drei mit 249 R. Das beste Ergebnis erzielte aber Rudi Lawrenczuk, dessen 293 Ringe aber aufgrund seines zeitgleichen Starts bei der Deutschen Meisterschaft außer Konkurrenz gewertet wurden.

Mit dem Kleinkalibergewehr 100 m Auflage tauschten Wilhelm Bauer, 279, und Jörg Boleslawsky, 276, die Plätze, hier hatte Bauer die besseren Karten. Helmut Deisböck konnte 295 Ringe vorweisen und kam damit auf Platz eins in der Senioren II Wertung. Auch hier mußte Rudi Lawrenczuk wieder außer Konkurrenz starten, da er zum Zeitpunkt der Gaumeisterschaft in Dortmund bei der Deutschen Meisterschaft Luftgewehr antreten mußte. Nichtsdestotrotz konnte er aber mit 300 Ringen das bestmögliche Ergebnis in die Scheiben stanzen.

Sowohl mit dem Luftgewehr Auflage als auch mit der Luftpistole aufgelegt holte Rudi Lawrenczuk den Meistertitel nach Osterhofen. Mit 309,9 und 303,0 Ringen konnte er die Konkurrenz distanzieren. Dasselbe Kunststück gelang ihm auch mit dem Unterhebelgewehr Großkaliber, wo er mit 143 Ringen den Meistertitel holte vor dem drittplatzierten Volker Müller, 125 R, Helmut Deisböck, 108, Sebastian Barth, 105, Jörg Boleslawsky, 97, und Wilhelm Bauer, 85 Ringe. Mit dem Unterhebel-Kleinkaliber lief es dieses Jahr nicht so gut, hier konnten Volker Müller, 26 Treffer, Rudi Lawrenczuk, 25, Jörg Boleslawsky, 23, und Vinzent Müller, 21 Treffer, lediglich die Plätze fünf, sieben, neun und zehn erringen.

Bei den Kurzwaffen dominierten allerdings die Osterhofener wieder ihre Klassen. Sowohl mit dem .44er Magnum Revolver als auch mit dem .357er Magnum gewann Jörg Boleslawsky mit 294 und 359 Ringen. Platz vier ging an Helmut Macher. Bei den Herren IV konnte Rudi Lawrenczuk mit 313 Ringen Platz zwei belegen, während Helmut Deisböck außer Konkurrenz 376 Ringe erzielen konnte. Mit der Großkaliberpistole .45 ACP belegte Jörg Boleslawsky in der Herrenklasse III mit 332 Ringen den dritten Platz, Herren IV gewann Rudi Lawrenczuk mit 326 Ringen, Helmut Deisböck a. K. 366 Ringe.

Mit der 9-mm-Pistole belegten Robert Heindl und Sebastian Barth in der Schützenklasse mit 362 und 320 Ringen die Plätze drei und fünf, wobei Jörg Boleslawsky in der Altersklasse mit 345 Ringen Platz zwei und Volker Müller mit 325 R Platz fünf belegte. Helmut Deisböck, wiederum außer Konkurrenz, konnte 370 Ringe auf die Scheiben zaubern. Die Disziplin Großkaliber Kombi, Wettkampf mit Pistole und Revolver, bereitete ein spannendes Finalschießen, bei dem letztendlich Rudi Lawrenczuk als Zweitplatzierter hervorging, während Jörg Boleslawsky, Volker Müller und Helmut Macher die Plätze vier, fünf und sieben erreichten.

Ebenfalls Platz zwei erzielte Rudi Lawrenczuk mit 274 Ringen in der Disziplin Sportpistole Auflage, wobei die hervorragenden 289 Ringe von Helmut Deisböck lediglich außer Konkurrenz gewertet wurden. Mit der KK-Standardpistole teilten sich hingegen Lawrenczuk mit 503 Ringen und Deisböck mit 483 Ringen wieder das Siegertreppchen. Mit der KK-Sportpistole setzte sich Sebastian Barth mit 539 Ringen in der Schützenklasse auf Platz zwei, Rudi Lawrenczuk gewann die Seniorenklasse mit 531 Ringen, Helmut Deisböck, auch hier wieder a. K., 554 Ringe.

Die Luftpistolen-Meisterschaft in der Schützenklasse konnte Sebastian Barth mit 352 Ringen und Platz zwei abschließen, während Rudi Lawrenczuk mit 345 Ringen in der Seniorenklasse Sieger blieb. Mit der Perkussions-Pistole konnten Jörg Boleslawsky und Helmut Macher Platz eins und zwei erzielen, mit dem 1. Platz Vorderlader-Revolver war Jörg Boleslawsky nochmal erfolgreich. Zum Abschluss der diesjährigen Gaumeisterschaften wurden noch die neuen Disziplinen Luftpistole Standard und Mehrkampf geschossen, hier wurde Lawrenczuk für 327 und 356 Ringe jeweils mit Platz zwei belohnt.

Jetzt hoffen die Schützen natürlich, dass ihnen Corona nicht wie im Vorjahr wieder einen Strich durch die Rechnung macht und die nächsthöheren Meisterschaften im Bezirk diesmal durchgeführt werden können.

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