80 Sportschützen messen sich beim 21. Donau-Cup

Jörg Boleslawsky verteidigt Vorjahrestitel, seine Tochter gewinnt Juniorenwertung

Die Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft veranstaltete heuer bereits zum einundzwanzigsten Mal eines der größten Preisschießen in Niederbayern für Klein- und Großkaliber-Kurzwaffenschützen. An zwei Tagen haben sich die niederbayerischen Sportschützen im Alfred-Sell-Schützenheim ein Stelldichein gegeben und um die beiden Donau-Cup-Trophäen und wertvolle Sachpreise gekämpft. 

Der Donau-Cup wird nur mit Klein- und Großkaliber-Sportpistolen oder -Revolver ausgetragen. Innerhalb von 120 Sekunden dürfen inklusive laden fünfzehn Schüsse abgegeben werden. Bei diesem speziellen Wertungsmodus kommt es darauf an, dass auch unter Zeitdruck die Präzision des Sportschützen nicht leiden darf. Dabei wurden in beiden Disziplinen wieder respektable Ergebnisse erzielt. Den Stellenwert dieses Turniers unterstreichen auch Deutschlands führende Fachzeitschriften für Sportschützen, Visier und Deutsches WaffenJournal. Sie unterstützten die Großveranstaltung der Osterhofener Sportschützen wieder mit Sachpreisen. Eine Bereicherung der Veranstaltung war auch die Ausstellung der Fa. Mönck, Winzer, die am Samstag aktuellste Sportwaffen und Zubehör vorstellte. Bei der stattfindenden Preisverteilung gleich im Anschluss an das Preisschießen dankte 1. Schützenmeister Jörg Boleslawsky ganz besonders Wilhelm Bauer, der vor 21 Jahren dieses Turnier initiiert hatte und sich seitdem jedes Jahr als Cheforganisator um wertvolle Sachpreise und zusammen mit seinen Standaufsichten und sonstigen Helfern um einen geregelten Ablauf und um die Bewirtung der Gäste im Schützenheim kümmert.

“Der Willi”, wie er in Schützenkreisen genannt wird, bedankte sich bei den vielen Sponsoren, die dieses Turnier immer wieder mit Geld- oder Sachpreisen ausstatten. Auch an die Teilnehmer aus dem gesamten niederbayerischen Raum richtete er einen großen Dank für die langjährige Treue und den sportlich fairen Ablauf. Dass auch in Corona-Zeiten und unter Beachtung der Abstands- und Hygienevorschriften wieder 80 Teilnehmer an den Start gingen freute ihn besonders. Ebenso freue es ihn, dass Schützenmeister Jörg Boleslawsky mit 95 Ringen unter Beweis stellen konnte, dass sein Vorjahressieg in der Grokaliberwertung kein Zufallstreffer war. Unter dem Applaus der Teilnehmer konnte dieser als erster unter den vielen Sachpreisen auswählen.

Auf die Plätze zwei und drei kamen Stefan Krieg von den GLS Neureichenau mit 93 Ringen und Michael Weber von den Ohe-Schützen Schöllnach mit 92 Ringen. Helmut Deisböck, FSG Osterhofen, konnte sich mit 87 Ringen und den besseren Deckserien gegen den ringgleichen Tobias Dadlhuber, VWS Otterskirchen, durchsetzen, gefolgt von Josef Kohlpaintner, Bergschützen Pillham, 86 R, Max Peinkofer, PSSF, 85 R, und Martin Würzburger, JSV Quetsch, 84 R. Als nächste Preisträger folgte ein starker Osterhofener Block, Robert Heindl und Jochen Maier, 79 und 78 R belegten Platz neun und zehn, während Alfred Stadler, Sebastian Barth und Volker Müller 78, 77 und 74 Ringe vorweisen konnten. Markus Straßer, Ohe-Schützen Schöllnach, und Franz Schmid, PSSF, belegten mit 73 und 72 Ringen die nächsten Plätze. Insgesamt konnten in der Großkaliber-Wertung 54 Starter einen Sachpreis mit nachhause nehmen.

Die Kleinkaliber-Wertung konnte dieses Jahr Jürgen Zeindl von der SLG Fürstenstein mit 84 Ringen für sich entscheiden. Roland Mayer, FSG Aldersbach, platzierte sich mit 81 Ringen vor Rainer Blindauer, Polizeischützen Fürstenzell, 74 R, Alfred Stadler, FSG Osterhofen, 68 R, und Jörg Boleslawsky, 66 Ringe. Erstmals war auch eine Juniorenwertung ausgeschrieben, hier konnte Louise Boleslawsky, FSG Osterhofen, für ihre 65 Ringe den Sonderpokal plus Sachpreis in Empfang nehmen. Mit 55 und 54 Ringen konnten Sebastian Barth, FSG Osterhofen, und Michael Baumgartner, VWS Otterskirchen die Preisträgerliste fortsetzen, gefolgt von Günther Bindereder, SV Sto Feldkirchen, Christian Deisböck, FSG Osterhofen, beide 53 Ringe. Max Hüttinger, FSG Osterhofen, belegte mit 52 Ringen Platz elf, gefolgt von Sabine Fürst, GLS Neureichenau, ringgleich mit 52 R, Juniorschütze Vinzent Müller, FSG Osterhofen, 47 R, Stefan Krieg, GLS Neureichenau, 43 R, und Jakob Meyer, FSG Aldersbach, ebenfalls 43 Ringe. In der Kleinkaliber-Wertung wurden insgesamt 26 Sportschützen mit einem Sachpreis für ihre Leistungen belohnt.

Den Meistpreis für die stärkste Vereinsabordnung holten mit 10 Startern die Schützen von der SLG Fürstenstein wie im Vorjahr und können sich demnächst über ein gemeinsames Serrano-Schinken-Essen freuen. Alle weiteren Ergebnisse sind auf der Internetseite der Feuerschützen nachzulesen unter www.FSG-Osterhofen.de.

Schießleiter Wilhelm Bauer konnte dem Donau-Cup-Gewinner Jörg Boleslawsky die Siegertrophäe der Großkaliberschützen überreichen, dessen Tochter Louise gewann die Juniorenwertung, Jürgen Zeindl siegte in der Kleinkaliber-Wertung und die SLG Fürstenstein freute sich über den riesigen Schinken in der Meistpreis-Wertung.

Über 100 Teilnehmer schießen 100-Schuß-Marathon mit Abstand

Alljährliches Turnier diesmal als Fernwettkampf – Osterhofener Donau-Cup am kommenden Wochenende

Foto: Penzkofer Julia Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen

Auch in Corona-Zeiten lassen sich die Sportschützen nicht aus der Ruhe bringen. Unter dem Motto “Schützen schützen sich und andere” haben die Osterhofener Feuerschützen dieses Jahr den beliebten 100-Schuß-Marathon als Fernwettkampf organisiert und die Resonnanz hat ihre Mühen bestätigt. Normalerweise ist das Osterhofener Schützenheim jedes Jahr Ende September eine Woche lang jeden Abend voll ausgelastet. Da bei diesem großen Andrang eine Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften nicht zu garantieren gewesen wäre und die Feuerschützen weder ihre Gäste noch die mitarbeitenden Mitglieder einem unnötigen Risiko aussetzen wollten hat sich die Vorstandschaft schweren Herzens entschlossen, das diesjährige Turnier als Fernwettkampf zu organisieren. Das heißt, die Teilnehmer schießen ihren Wettkampf im kleinen Kreis auf dem jeweiligen heimischen Schießstand und melden ihre Ergebnisse. 109 Teilnehmer aus allen Alters- und Leistungsklassen haben diese Möglichkeit genutzt, endlich wieder an einem Turnier teilzunehmen und ihren Leistungsstand zu überprüfen, nachdem ja die Wettkampfsaison im Frühjahr kurzfristig abgebrochen und sämtliche Meisterschaften und Preisschießen komplett abgesagt worden waren. Geldpreise oder Pokale gab es dieses Jahr zwar nicht zu gewinnen, dafür mußten die Teilnehmer aber auch keinerlei Startgeld entrichten.

Auf das, was den Osterhofener 100-Schuß-Marathon zum großen Teil ausmacht, das kameradschaftliche Zusammensitzen vor und nach dem Schießen, das gegenseitige kennen lernen, das fachsimpeln, das nebeneinander gegeneinander kämpfen, der direkte Kontakt von jung und alt, Frauen und Männern, Hobby- und Spitzenschützen mußte leider verzichtet werden. Aber wie Organisator Rudi Lawrenczuk aufgrund der vielen Rückmeldungen erfahren durfte, waren die Schützen froh, ihr Können endlich wieder einmal unter Beweis stellen und sich mit anderen messen zu können. Dass die Schützen auch unter erschwerten Bedingungen nichts verlernt haben zeigten die teilweise unglaublichen Ergebnisse.

Die Teilnehmer in den einzelnen Wertungsklassen:

In der Luftpistolen-Jugendklasse holte sich bei seiner zweiten Teilnahme an diesem Turnier Paul Riepl von der FSG Osterhofen mit exakt demselben Ergebnis wie im Vorjahr mit 787 Ringen den ersten Platz, gefolgt von Thomas Nigl, Hacklberger Schützen, 713 R, und Martin Ameres, ebenfalls Osterhofen, 670 Ringe.

In der Damenklasse Luftpistole verwies dieses Jahr Sophie Mayer von den Adlerschützen Unteriglbach mit 892 Ringen die Vorjahressiegerin Corinna Lohse von der SSG Dynamit Fürth mit 891 Ringen äußerst knapp auf Platz zwei, während Ina Tunkel-Seyler von Hubertus Schöllkrippen mit 844 Ringen Platz drei belegte.

Die Damen-Altersklasse mit der Luftpistole gewann Cäcilia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising mit 833 Ringen vor Beate Fruth, Bayerwaldschützen Eging, 802 Ringe.

Den Sieg in der LP-Schützenklasse sicherte sich dieses Jahr Johannes Schauer, Adlerschützen Unteriglbach, mit 938 Ringen, vor seinen Vereinskameraden Stefan Degenhart und Roland Meyer, 925 und 900 Ringe.

Die LP-Altersklasse sah wie im Vorjahr Ludwig Ottomanow von der FSG Osterhofen mit 915 Ringen gedanklich auf dem Siegertreppchen, flankiert von Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, 885 R, und Wolfgang Gonsch von den Hacklberger Schützen, der 857 Ringe vorweisen konnte.

In der Seniorenklasse Luftpistole konnten Helmut Deisböck und Rudi Lawrenczuk, beide Osterhofen, exakt dasselbe Ringergebnis in die Scheiben stanzen. Mit jeweils 904 Ringen sicherte die bessere 93-er Schlußserie den ersten Platz für Helmut Deisböck. Mit 876 Ringen und Platz drei feierte Angela Stetter von den Bayerwaldschützen Eging ihren Einstand in der Seniorenklasse.

In der Seniorenklasse Luftpistole Auflage zeigte Rony Egger von der FSG Passau einmal mehr sein Ausnahmekönnen. Mit 1036,8 Ringen platzierte er sich unangefochten auf Platz eins vor Bernd Steglich, Hubertus Böhmzwiesel, 1019,2 R, und Victoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 1017,7 Ringe vorweisen konnte.

Der Sieg in der zahlenmäßig leider schwach besetzten Luftgewehr-Jugendklasse ging in diesem Jahr an Pascal Kuchar von den Hacklberger Schützen, der mit exakt 700 Ringen abschloß.

In der jedes Jahr hart umkämpften Luftgewehr-Damenklasse ging dieses Jahr Julia Penzkofer, Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen als Siegerin hervor. Karola Meyer und Steffi Kagleder, beide Bräuschützen Emmersdorf, zeigten mit 961 und 954 Ringen zwar ebenfalls hervorragende Ergebnisse, mußten sich aber mit Platz zwei und drei zufriedengeben.

Dass in Greising noch mehr hervorragende Schützen zuhause sind bewies in der Luftgewehr Damen-Altersklasse Cäcilie Penzkofer mit 928 Ringen.

In der Schützenklasse Herren konnte sich Thomas Hanuss von den Ohetaler Schützen Kirchberg mit 971 Ringen gegen Emanuel Frey, 956 R, und Christian Sonnleitner,950 R, beide Bräuschützen Emmersdorf, durchsetzen.

Die LG-Herren-Altersklasse gewann wie im Vorjahr Wolfgang Hofer, Hubertusschützen Aigen/Inn, der seine Vorjahresleistung nochmal um sechs Ringe auf 961 Ringe hochschrauben konnte. Christian Kalhammer, Adlerschützen Unteriglbach, und Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, kamen mit 952 und 948 Ringen auf die Plätze zwei und drei.

In der Luftgewehr Seniorenklasse verteidigte Reinhart Zündorf von den Hacklberger Schützen mit 913 Ringen seinen Vorjahrestitel gegen Alois Sonnleitner, Emmersdorf, 881 Ringe.

In der Disziplin Luftgewehr Senioren aufgelegt ging es auch trotz der Zehntelwertung extrem eng zu. Mit unglaublichen 1060,6 Ringen konnte Armin Hiemer vom SV Eintracht Hoyren (ein Verein im Bodensseekreis) die Vorjahres-Bestmarke von Robert Maier Deggenau nochmal um zwei Zehntelringe verbessern. Auch der Vorjahreszweite Detlef Müller, VS Kühbach, konnte sein letztjähriges Ergebnis nochmal steigern und platzierte sich mit 1058,7 Ringen vor seinem Vereinskameraden Hans-Peter Hoch, der 1057,9 Ringe in die Schießscheiben zauberte.

Eigentlich ist es bei den Sportschützen eher ungewöhnlich, dass sie ihren Sport sowohl mit Kurz- als auch mit Langwaffen betreiben. Umso mehr beeindrucken besonders die Schützen, die bei diesem sowieso schon anstrengenden 100-Schuß-Marathon sowohl mit der Luftpistole als auch mit dem Luftgewehr immer wieder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

In der Marathon-Kombiwertung, Luftgewehr und Luftpistole zusammen gewertet, setzte sich wieder einmal Roland Meyer, Bräuschützen Emmersdorf, durch. Mit dem Gesamtergebnis von 1843 Ringen konnte er sich gegen seinen Mannschaftskollegen Werner Maier, 1833 R, und Corinna Lohse, von der SSG Dynamit Fürth, 1824 Ringe behaupten.

Der Sieger der Kombiwertung bei den Auflage-Schützen ließ erst gar keinen Zweifel an seiner Ausnahmestellung im Auflageschießen aufkommen. Mit 2086,4 Ringen setzte sich Rony Egger von der FSG Passau unangefochten an die Spitze vor Viktoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 2066,4 Ringe erzielen konnte, während Rudi Lawrenczuk, Osterhofen, mit 2057,0 Ringen die drei theoretischen Podestplätze vervollständigte. Alle Ergebnisse sind unter www.FSG-Osterhofen.de nachzulesen.

Am kommenden Wochenende wird aber nun beim Donau-Cup wieder im Osterhofener Schützenheim geschossen. Am Freitag und Samstag kommen die Klein- und Großkaliber-Kurzwaffen wieder zum Einsatz und Schützen aus ganz Niederbayern treffen sich hier zum Wettstreit um schöne Sachpreise. Aufgrund des ausgeschriebenen Modus und der geringeren Teilnehmerzahlen lassen sich hier Abstands- und Hygieneregeln sicher einhalten. Die Mitglieder um Schützenmeister Jörg Boleslawsky und Schießleiter Wilhelm Bauer haben jedenfalls alle Vorkehrungen getroffen, dass auch die 21. Auflage dieses Turniers wieder ein Erfolg wird. Foto: Julia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising, die beim 100-Schuß-Marathon mit 992 Ringen in der Luftgewehr-Damenklasse neue Maßstäbe

Marathon-Fernwettkampf 2020

Liebe Freunde des Schießsports
Nach langem hin- und her-überlegen haben wir uns schweren Herzens entschlossen,
den diesjährigen 100-Schuß-Marathon , der nach den letzten Lockerungen eigentlich
schon fest eingeplant war, abzusagen.
Der Grund dafür sind zum einen die momentan wieder steigenden Zahlen der
Infizierten und die Unklarheit darüber, wie die Situation und die daraus
resultierenden Beschränkungen in vier Wochen sein werden.
Zum anderen sind mit einer solchen Veranstaltung natürlich auch eine Menge
Vorleistungen verbunden.
Die Einladungen sind zwar gedruckt, müßten aber jetzt kuvertiert, adressiert und
verschickt werden, die Pokale müßten bestellt, bezahlt und beschriftet werden,
Aufkleber und Urkunden müßten gedruckt werden, Auswerter, Standaufsichten und
Bewirtungs-Personal müßte eingeplant werden –
und das alles immer mit dem Risiko, dass die Teilnehmerzahlen aufgrund der trotz
aller Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen nicht auszuschließenden
Ansteckunsgefahr extrem zurückgehen
oder – dass bei wieder einsetzenden Verschärfungen im Sportbetrieb alles umsonst
gewesen wäre.

Schützen schützen – sich und andere.
Unter diesem Motto wollen wir Euch und auch unsere Helfer nicht einem
unkalkulierbaren Risiko aussetzen.
Wir haben uns deshalb dazu durchgerungen, so leid es uns tut, den diesjährigen
100-Schuß-Marathon aus Sicherheitsgründen abzusagen.
Damit Ihr aber trotzdem nicht auf unseren beliebten Wettkampf verzichten müßt
und auch der in den letzten Monaten durch die Absage aller Wettkämpfe und
Meisterschaften schwächelnde Ehrgeiz wieder erweckt wird, bieten wir Euch den
100-Schuß-Marathon als Fernwettkampf an.
Den Modus könnt Ihr in der beiliegenden pdf-Datei nachlesen.
Das ganze führen wir durch ohne Startgeld und ohne Preise, nur auf Vertrauen und
Schützen schützen – sich und andere.Ehrlichkeit basierend.
Das, was unseren Marathon zum großen Teil ausmacht – das miteinander
gegeneinander schießen und die Geselligkeit, das zusammensitzen und die
Unterhaltung können wir Euch dadurch leider nicht bieten.
Aber vielleicht ist es trotzdem ein Gewinn für Euch, Euch endlich wieder einmal
mit anderen messen zu können.
Wir würden uns über Eure Teilnahme sehr freuen, auch unter diesen für uns alle
nicht einfachen Bedingungen.
Bitte gebt diese Einladung auch an Eure Vereinskameraden weiter.
Mit einem freundlichen Schützengruß
und dem Wunsch, dass wir uns baldmöglichst wieder
unter normalen Umständen treffen können – bleibts gsund
Die Mitglieder der Königl. privilegierten
Feuerschützengesellschaft Osterhofen 1425
Jörg Boleslawsky

1. Schützenmeister

Feuerschützen Osterhofen beenden schwierige Saison

Hermann Weinzierl und Sebastian Barth gewinnen die Goldenen Hufeisen beim Western-Duo-Schießen – 100-Schuß-Marathon dieses Jahr als Fernwettkampf

Osterhofen. Eine schwierige Saison mit Corona-bedingten vielen Rundenwettkampf-Abbrüchen und Ausfällen von Meisterschaften und Preisschießen konnten die Mitglieder der Feuerschützengesellschaft im Alfred-Sell-Schützenheim abschließen, wozu Schützenmeister Jörg Boleslawsky eine große Anzahl an Vereinsmitgliedern begrüßen konnte. Bevor jedoch die Saison abgeschlossen werden konnte gab es erst noch ein Duell der acht besten Schützen beim diesjährigen Western-Duo-Schießen.

Wie jedes Jahr waren jeweils zwei Schützen zusammengelost, die im Vorkampf über mehrere Wochen mit Winchester und Revolver auf Büffel- und Truthahn-Schießscheiben Ringe sammelten. Bis zur letzten Minute wurde dabei um die Qualifikation für´s Halbfinale gekämpft. Die besten vier Duos traten dann am Samstag zum Halbfinale an, bei dem im direkten Vergleich jeweils zwei Duos ihre fünf Ziele treffen mußten. Wer seine Ziele zuerst traf kam eine Runde weiter.

Im ersten Duell traten die im Vorkampf führenden Jörg Boleslawsky und Markus Weingärtner gegen die Drittplatzierten Hermann Weinzierl und Sebastian Barth an, wobei sich besonders Hermann Weinzierl mit schnellen Treffern klar durchsetzen und mit seinem Partner den Einzug ins Finale sichern konnte. Das zweite Duell konnten die Zweitplatzierten aus dem Vorkampf, Rudi Lawrenczuk und Nick Engel, für sich entscheiden gegen Alfred Stadler und Lukas Hoffmann, die dann auch beim Kampf um Platz drei gegen Boleslawsky und Weingärtner das Nachsehen hatten. Beim spannenden Finale konnten sich schließlich Hermann Weinzierl und Sebastian Barth mit schnellen Treffern und einer Portion Glück die Wandtrophäen mit dem goldenen Hufeisen und Siegerfoto sichern und sich auf der Winchester-Wandtafel im Schützenheim verewigen, während das Duo Lawrenczuk/Engel die silbernen Hufeisen in Empfang nehmen konnte.

Pünktlich zum Ende des Finales hatte Christian Deisböck das von Helmut Macher spendierte Spanferkel hervorragend gegrillt, zudem hatten mehrere Mitglieder ein großes Salat-Buffet bestückt und so konnten die Mitglieder die verbrauchte Energie sofort wieder auftanken. Im Anschluss an das gemeinsame Spanferkel-Essen konnte der Schützenmeister den acht Finalisten ihre hart umkämpften Hufeisen-Trophäen überreichen.

Bei der Siegerehrung dankte Schützenmeister Boleslawsky allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten und entließ die Osterhofener Sportschützen in die neue Saison, die bereits mit den ersten Wettkämpfen in der Bezirksliga Großkaliber begonnen hat. Daß auch die neue Saison nicht normal laufen wird, zeigte sich schon bei den ersten Wettkämpfen, die teilweise als Fernduell durchgeführt wurden. In mehreren Gruppen zogen Vereine auch Mannschaften aus dem Wettkampfgeschehen komplett zurück.

Auch der alljährlich in Osterhofen organisierte 100-Schuß-Marathon fiel Corona zum Opfer. Aufgrund der in der letzten Zeit wieder steigenden Corona-Zahlen und der absehbaren Verschärfungen hat sich die Vorstandschaft schweren Herzens dazu entschlossen, zum Schutz der Teilnehmer und auch der eigenen Helfer auf dieses große Turnier, bei dem eine Woche lang jeden Abend das Schützenheim mit Teilnehmern und Begleitern aus nah und fern gerammelt voll gewesen wäre, abzusagen. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen wäre eine Ansteckungsgefahr nicht auszuschließen, was natürlich andererseits durch die Angst davor auch wieder eine extreme Verringerung der Teilnehmerzahlen erwarten ließ und die Veranstaltung dadurch unkalkulierbar wäre. Nach dem Motto “Schützen schützen, sich und andere” wollen die Osterhofener ihren Schützenkameraden den Vergleich mit anderen aber dennoch nicht gänzlich vorenthalten und den Sportschützen dieses beliebte Turnier als Fernwettkampf anbieten. Die Teilnehmer können vom 14.-26. September, ohne Startgeld, dafür auch ohne Geld- und Pokalpreise, ihre Wettkampfserie am heimischen Schießstand absolvieren. Im eigenen Verein im kleinen Kreis können die Corona-Schutzbestimmungen leichter durchgeführt werden als bei einer großen zentralen Veranstaltung. Die Meldung der Ergebnisse als Foto der Wertung am Monitor bei elektronischen Ständen bzw. Auswertemaschine bei den altherkömmlichen Schießscheiben kann unter Angabe des Namens, Vereins, Disziplin und Altersstufe per e-Mail unter RLawrenczuk@aol.com oder als WhattsAp-Nachricht unter 0172 – 900 55 04 eingesandt werden, wo dann eine Rangliste erstellt wird. Auf der Homepage FSG-Osterhofen.de kann dann der eigene Leistungsstand mit dem der Konkurrenten verglichen werden.

Das, was den Osterhofener 100-Schuß-Marathon zum großen Teil ausmacht – den direkten Wettkampf, das miteinander gegeneinander schießen und die Geselligkeit, das zusammensitzen und die Unterhaltung kann dieser Fernwettkampf natürlich nicht bieten. Aber vielleicht ist es für die Schützen nach dieser langen Zeit der Enthaltsamkeit ein Ansporn, sich auch in dieser schwierigen Zeit wieder miteinander zu messen. Die Osterhofener Schützen würden sich über eine zahlreiche Teilnahme sehr freuen.

Die Gewinner der hart umkämpften Wandtafel mit dem Goldenen Hufeisen Hermann Weinzierl und Sebastian Barth

Jahreshauptversammlung bei den Osterhofener Feuerschützen

Vereinsmeister-Ehrungen und erfolgreiche Gaumeisterschaften im Rückblick

Eine erfreulich große Anzahl Mitglieder der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft traf sich im Alfred-Sell-Schützenheim unter der Leitung von Schützenmeister Jörg Boleslawsky zur ersten Corona-geprägten Jahreshauptversammlung mit Ehrung der Vereinsmeister. Dieser freute sich ganz besonders darüber, dass er sowohl 3. Bürgermeister Konrad Breit als auch die beiden Ehrenmitglieder Georg Bauer und Rudi Lawrenczuk begrüßen und von Ehrenmitglied Irmi Hehler die besten Grüße an die gesamte Schützenfamilie übermitteln konnte.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder, insbesondere der im letzten Jahr verstorbenen 3. Schützenmeisterin Cony Stefan, richtete 3. Bürgermeister Konrad Breit ein kurzes Grußwort an die Versammlung. Die tollen Ergebnisse der Feuerschützen und die aktive Vereinsarbeit lobte er, auch im Namen der Stadt, und beglückwünschte die Schützen zu ihrem aktiven und erfolgreichen Vereinsleben.

Schriftführerin Barbara Löw berichtete wieder ausführlich von einem abwechslungsreichen Vereinsjahr. Sie erinnerte an die Neuwahlen, die Jörg Boleslawsky, Helmut Deisböck und Vicky Bauer an die Spitze des Vereins brachten. Auch die Ernennung von Rudi Lawrenczuk zum Ehrenmitglied der FSG und die Auszeichnung mit der Ehrenamts-Nadel vonseiten der Stadt Osterhofen für Vicky Bauer fand Platz in ihrem Rückblick. Die Osterhofener Schützen nahmen mit neun Mannschaften an den Rundenwettkämpfen in Gauliga, Bezirks- und Bezirks-Oberliga erfolgreich teil. Mit Luftgewehr Auflage, Luftpistole, Klein- und Großkaliber-Sportpistole und auch mit dem Unterhebelrepetierer wurden sehr gute Platzierungen erkämpft, die aber leider kurz vor Ende der Saison durch die Corona-Beschränkungen dann allesamt annuliert wurden. Über den Start der neuen Saison ist momentan noch nichts beschlossen.

Die Corona-Absagen betrafen auch die zahlreichen Turniere in Straubing, Schöllnach, das Gaukönigsschießen, den Aldersbacher Cup sowie das Sie+Er-Schießen, den Gau-Vergleichskampf der Auflageschützen und auch die Stadtmeisterschaft. Wenigstens konnten die Gaumeisterschaften noch komplett durchgeführt werden und hier waren die Osterhofener Feuerschützen wieder einmal erfolgreichster Verein im Schützengau. Insgesamt wurden 29 Einzel-Meistertitel, 24 Vizemeistertitel sowie 12 dritte Plätze erkämpft. Erfolgreichste Teilnehmer aus Osterhofen waren Helmut Deisböck und Rudi Lawrenczuk.

Auch den 100-Schuß-Marathon und den Donau-Cup 2019 ließ Barbara Löw Revue passieren und erinnerte an starke Teilnehmerzahlen aus nah und fern und hervorragende Ergebnisse, die hierbei erzielt worden waren. Daneben sorgten Arbeitsdienste, Ausschußsitzungen, Geburtstagsfeiern, Western- und Königsschießen, Weihnachtsfeier und die Saisonabschlußfeier neben den Wettkämpfen und den wöchentlichen Trainingsabenden sowie die Einkleidung der Schützendamen mit neuen Vereins-Dirndln für einen vollen Terminkalender der Feuerschützen, bis zum Zeitpunkt des Corona-Abbruchs.

Der Kassenbericht von Schatzmeister Christian Bauer wies durch den großen Arbeitseinsatz bei den überregionalen Preisschießen, das Vereinslotto und zahlreiche Spenden ein Plus in der Vereinskasse auf. Der Verein steht auf einem stabilen finanziellen Fundament, auch wenn der Unterhalt, die Versicherungsbeiträge und Energiekosten Jahr für Jahr eine große Summe verschlingen. Die Kassenprüfer Gerhard Müller und Peter Niedermeier bescheinigten dem Kassier eine sorgfältige Führung der Kassengeschäfte und sprachen sich für die Entlastung der Vorstandschaft aus, welche von der Versammlung einstimmig erteilt wurde.

Der Punkt 6 der Tagesordnung, Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, wurde von Schützenmeister Jörg Boleslawsky erläutert. Die letzten Monate haben gezeigt, dass die Vereinsbeiträge alleine nicht ausreichen würden, um alle finanziellen Anforderungen für den Betrieb und Unterhalt der großen Schießanlage und auch die vielen Startgebühren zu Wettkämpfen und Meisterschaften abdecken zu können. Man brauche unbedingt die Einnahmen aus dem regelmäßigen Schießbetrieb sowie den großen überregionalen Preisschießen, um nicht die Rücklagen angreifen zu müssen. Für heuer wurden das Marathonschießen und auch der Donau-Cup zwar terminlich eingeplant, aber ob diese aufgrund der Corona-Beschränkungen stattfinden können steht noch in den Sternen. Auch die Erneuerung der mittlerweile in die Jahre gekommenen Heizungsanlage wird demnächst eine größere Summe verschlingen. Mit großer Mehrheit wurde die Erhöhung der Vereinsbeiträge und des Aufnahmebeitrages von den Mitgliedern abgesegnet.

Mit seinem Dank an die Mitglieder für den großen Einsatz sowohl bei den Trainings- und Wettkampf-Terminen als auch bei den diversen Arbeitseinsätzen schloß Jörg Boleslawsky die Versammlung. Im Laufe der Jahreshauptversammlung wurden auch die Vereinsmeister 2019 geehrt, worüber wir an anderer Stelle berichten.

Foto: Die erfolgreichen Osterhofener Schützen bei den diesjährigen Gaumeisterschaften, die noch vor den Corona-Beschränkungen durchgeführt worden waren.

Feuerschützen Osterhofen ehrten Vereinsmeister 2019

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Feuerschützengesellschaft konnte Schützenmeister Jörg Boleslawsky auch dieses Jahr sehr gute Ergebnisse bei der letztjährigen Vereinsmeisterschaft verkünden. Die Ergebnisse, ein Mix aus Rundenwettkampf, Meisterschaften und vereinsinternen Schießabenden zeigen, dass die Feuerschützen auch im abgelaufenen Jahr in allen angebotenen Disziplinen auf hohem Niveau schießen.

Die erfolgreichsten Schützen waren einmal mehr Rudi Lawrenczuk und Helmut Deisböck. Lawrenczuk konnte sich sowohl mit der Luftpistole, mit einem Schnitt von 362 Ringen, als auch mit dem Luftgewehr Auflage, Schnitt 312,7 Ringe, und dem Großkaliber-Unterhebel, Schnitt 145,2 Ringe, Platz eins sichern, mit der KK-Sportpistole, Schnitt 275 Ringe, schaffte er Platz zwei, mit der Großkaliber-Pistole fiel er dieses Jahr mit 342 Ringen im Schnitt allerdings auf Platz neun zurück. Helmut Deisböck setzte sich auch dieses Jahr mit der Großkaliber-Pistole und einem Schnitt von 373,6 Ringen wieder auf Platz eins, ebenso mit der KK-Sportpistole, Schnitt 277,2 Ringe, mit der Luftpistole gelang ihm der zweite Platz mit einem Schnitt von 360 Ringen.

Die Jugend dominierte dieses Jahr Paul Riepl mit einem Schnitt von 320,5 Ringen vor Louise Boleslawsky und Martin Ameres. Die Rangfolge mit der Luftpistole: Rudi Lawrenczuk, Helmut Deisböck, Sebastian Barth, Karsten Correia, Hans Schwinghammer, Alfred Stadler, Andreas Seitz, Gerhard Müller und Peter Niedermeier. Mit der KK-Sportpistole waren erfolgreich: Helmut Deisböck, Rudi Lawrenczuk, Sebastian Barth, Christian Bauer, Alfred Stadler, Karsten Correia, Peter Niedermeier, Barbara Löw und Hans Schwinghammer.

Mit der Großkaliber-Sportpistole gab es ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen, letztendlich platzierte sich Helmut Deisböck vor Robert Heindl, Jörg Boleslawsky, Jochen Maier, Alfred Stadler, Gerhard Müller, Karsten Correia, Sebastian Barth, Rudi Lawrenczuk, Barbara Löw, Volker Müller, Markus Weingärtner und Helmut Macher. Mit der Großkaliber-Winchester ließ Rudi Lawrenczuk auch dieses Jahr nichts anbrennen und verwies Jörg Boleslawsky, Jochen Maier, Gerhard Müller und Karsten Correia auf die Plätze.