Über Kimme und Korn zum Ziel beim Ferienspaß

Zehn Jungs und Mädels nahmen die Gelegenheit wahr, um sich über das Sportschießen zu informieren

Hochkonzentriert und ehrgeizig visierten die Jungs und Mädels auf 10 m Entfernung die nur 4,5 cm große Zielscheibe an, wobei die Vereinsübungsleiter immer wieder Tipps und Hilfestellung gaben.

Ob es nun die Olympischen Spiele waren, die die zehn Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren dazu animierten, sich beim Ferienspaß der Stadt Osterhofen für das Schnupperschießen bei den Feuerschützen anzumelden, wurde nicht so recht geklärt. Auf jeden Fall gingen die Jungs und Mädels hochkonzentriert und trotzdem mit Spaß an den für sie ungewohnten Sport heran und zeigten auch ein gewisses Talent dafür, genau im richtigen Moment den Abzug zu betätigen. Auch einige der Eltern versuchten zum ersten mal mit Luftgewehr oder Luftpistole ins Schwarze zu treffen.

Bevor es an den Schießstand ging, wurden die Mädels aber erst einmal von den Osterhofener Fachleuten Jörg und Louise Boleslawsky sowie Jugendleiter Karsten Correia darüber aufgeklärt, worauf es beim Schießsport ankommt. Sicherheit und Einhaltung der Regeln ist das oberste Gebot an allen Schießständen. Konzentration auf das wesentliche ist ebenfalls unbedingt erforderlich. Um einen Wettkampf, bei dem ca. 50 – 60 mal das ca. 5 kg schwere Luftgewehr angehoben und gezielt werden muß, braucht es auch eine gute Kondition. Und natürlich braucht es auch einen gewissen Ehrgeiz, auf 10 m Entfernung den nur einen halben Millimeter großen Zehner treffen zu wollen und nicht einfach nur die Kugel aus dem Lauf zu jagen.

Dass das Sportschießen für die Konzentrationsfähigkeit Jugendlicher hilfreich ist zeigen zahlreiche Studien. Konzentration bedeutet, sich ausschließlich mit einer Sache zu beschäftigen und ablenkende Einflüsse zu ignorieren – schwierig in einer Zeit, in der gerade Schüler permanent von einer Flut von Anreizen umgeben sind. Sportschießen schult dies in besonderem Maße. Jeder Handgriff und jede Bewegung werden bewußt ausgeführt, beginnend beim Positionieren der Füße, der Einnahme der richtigen Körperhaltung bis hin zur kontrollierten Atmung, und dies in einem sich immer wieder wiederholenden Ablauf. Der Schießstand wird dabei zum Ruhe-Raum, der äußere Einflüsse weitestgehend ausschließt und in dem der Jugendliche sich nur mit seinem eigenen Tun befasst. Ob und wie dies gelingt zeigt sich nach jedem einzelnen Schuß sofort auf dem Bildschirm.

Auch Körpergefühl und Koordinationsfähigkeit spielen eine große Rolle. Insbesondere beim Schießen mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole muß das Gewicht des Sportgerätes durch die richtige Körperhaltung so verteilt und ausbalanciert werden, dass für die Schussabgabe ein Moment der absoluten Ruhe erreicht wird. Wie in einem komplizierten Mechanismus beeinflussen kleinste Änderungen an einer Stelle des Körpers alle anderen und müssen miteinander in Einklang gebracht werden. Jungschützen lernen so, ein präzises Gespür für ihre Körperbewegungen zu entwickeln. Kaum eine Sportart ist so sehr reglementiert wie das Sportschießen. Sportschützen werden von der ersten Minute an in diese Regeln eingewiesen und deren Einhaltung wird konsequent eingefordert. Ihnen wird klar gemacht, dass sie durch ihr Verhalten Verantwortung für sich und andere übernehmen, und auch, daß ihr Verhalten unmittelbare Konsequenzen hat, denn bei Regelverstößen droht der Standverweis.

Schützenmeister Jörg Boleslawsky stellte dann die Ausrüstung eines Luftgewehrschützen vor: Ein modernes Preßluftgewehr, damit sich der Schütze das für jeden Schuß kräftezehrende Spannen des Luftgewehres ersparen kann, dazu Schießschuhe für einen sicheren Stand, Handschuh, damit sich der Puls nicht auf das Sportgerät überträgt, sowie stabile Schießhose und Schieß-Jacke, die den Körper stabilisieren und damit Rückenbeschwerden verhindern. Auf die Kosten dieser hochwertigen Ausrüstung angesprochen konnten die Osterhofener Feuerschützen mit Stolz vermerken, dass für Jugendliche erstmal keine Ausrüstung angeschafft werden muß, die stellt der Verein kostenlos zur Verfügung. Erst wenn sich die Jungschützen wirklich sicher sind, dass ihnen dieser Sport gefällt und sie auch erste Erfolge verzeichnen können, kann man sich Gedanken darüber machen, das eine oder andere Teil selber zu kaufen.

Nach der notwendigen Einweisung konnten die Jugendlichen unter Aufsicht der ausgebildeten Schießleiter an den Schießstand. Hier zeigte der Monitor der elektronischen Anlage sofort nach dem Schuß an, wo die Kugel gelandet war. Die Jugendleiter schauten den jungen und älteren Nachwuchsschützen immer wieder über die Schulter, gaben da und dort Hinweise und Hilfestellung, und so hatten alle zusammen die höchste Freude und ihre Erfolgserlebnisse am Sportschießen. Insgesamt ca. 2000 Schüsse gingen auf die Papierscheiben. Ob nun die Jugendlichen oder die Eltern das ruhigere Händchen hatten soll hier unerwähnt bleiben.

Wer dieses mal nicht dabei sein konnte hat immer noch die Möglichkeit, sich ganz zwanglos über den Schießsport zu informieren und ihn auszuprobieren. Jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr treffen sich jung und alt der Feuerschützen im Alfred-Sell-Schützenheim zum Training. Das Mindestalter für Jungschützen ist 12 Jahre, nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Mehr Informationen gibt es auch unter www.FSG-Osterhofen.de

Jörg Boleslawsky weiterhin Schützenmeister bei den Feuerschützen

Schwierige Saison im Rückblick, Neuwahlen und Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung

Osterhofen. Eine erfreulich große Anzahl Mitglieder der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft traf sich im Alfred-Sell-Schützenheim unter der Leitung von Schützenmeister Jörg Boleslawsky zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen. Dieser freute sich ganz besonders darüber, dass sowohl stellv. Bürgermeister Konrad Breit als auch Gauschützenmeister Herbert Lang die Feuerschützen in ihren Terminkalendern einplanen konnten. Auch die beiden Ehrenschützenmeister Georg Bauer und Rudi Lawrenczuk konnte Boleslawsky freudig begrüßen.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder, insbesondere für das langjährige Ehrenmitglied Irmi Hehlert und den leider am Tag der Versammlung verstorbenen Albert Dreuse, erinnerte Boleslawsky an das schwer Corona-beeinflußte abgelaufene Jahr. Sportlich gesehen gab es durch die Einschränkungen keine großartigen Höhepunkte. Nach drei Wettkampfrunden wurde die Saison abgebrochen, bei den Gaumeisterschaften konnten lediglich fünf Disziplinen durchgeführt werden, Bezirks- und Bayerische Meisterschaften fielen komplett ins Wasser. Auch die jährlichen Preisschießen rundherum wurden komplett abgesagt. Der Osterhofener 100-Schuß-Marathon wurde als Fernwettkampf durchgeführt, trotzdem beteiligten sich über 100 Teilnehmer an diesem Wettbewerb. Lediglich das vereinsinterne Westernschießen und der Donau-Cup konnten aufgrund der überschaubaren Teilnehmerzahl und der räumlichen Abstände bei diesem Wettbewerb unter Einhaltung der zu der Zeit gültigen Bestimmungen durchgeführt werden. Jetzt, da die Beschränkungen wieder gelockert wurden, hoffe man auf einen unbeeinträchtigten Start in die neue Wettkampfsaison im Herbst. Bis dahin soll die Schützenfamilie wieder zu einem geregelten Ablauf, was das Training und das daran anschließende gesellige Beisammensein betrifft, zurückfinden. Er dankte den Mitgliedern dafür, dass sie auch in schwierigen Zeiten zum Verein stehen und nicht die Flinte ins Korn werfen – einem Vereinsaustritt stehen im abgelaufenen Jahr 6 Neu-Eintritte gegenüber.

Schriftführerin Barbara Löw konnte sich aufgrund der Einschränkungen des Vereinslebens in ihrem Jahresbericht kurz fassen. Sowohl die Weihnachtsfeier als auch die wöchentlichen Schießabende und die Vereinsmeisterschaft fielen Corona zum Opfer. Lediglich eine Ausschußsitzung konnte im abgelaufenen Jahr abgehalten werden. Die zehn Mannschaften, die zu den Rundenwettkämpfen im Gau, Bezirk und Bezirks-Oberliga angetreten waren, wurden schon kurz nach Beginn der Saison wieder ausgebremst. Die Pflege der Schießstände und des Vereinsgeländes konnten trotzdem mit den geltenden Abstandsregeln aufrecht erhalten werden.

Der nächste Punkt in der Tagesordnung war die Ehrung der Schützenkönige. Hier konnte sich in der Jugendwertung Paul Riepl gegenüber Louise und Leopold Boleslawsky durchsetzen. Mit der Luftpistole konnte Sebastian Barth seinen Vorjahrestitel verteidigen und platzierte sich vor Rudi Lawrenczuk und Andreas Seitz. Christian Deisböck ist der neue Schützenkönig mit dem Luftgewehr, er konnte sich gegen Claudia Boleslawsky und Karsten Correia durchsetzen. Die Sportpistole dominierte Helmut Deisböck vor Andreas Seitz und Christian Deisböck. Auch Jörg Boleslawsky konnte seinen Vorjahrestitel in der Großkaliberwertung verteidigen und gewann vor Volker Müller und Robert Heindl.

Desweiteren konnte Schützenmeister Boleslawsky noch die Ehrung der Gaumeister vornehmen. Corona-bedingt waren es diesmal nur einige wenige Urkunden und Medaillen, die er an die Osterhofener Schützen in den verschiedenen Altersklassen überreichen konnte. Helmut Deisböck konnte sich über die ersten Plätze in den Disziplinen 50 m Pistole frei und Auflage sowie über den 2., 3. und 7. Platz in den Disziplinen KK-Gewehr 100m Auflage, 50 m Auflage und Unterhebel B freuen. Rudi Lawrenczuk holte sich die Meistertitel in den Disziplinen 50 und 100 m KK-Auflage sowie mit dem Unterhebel B, mit der Freien Pistole Auflage wurde er Vizemeister. Ludwig Ottomanow gewann die Freie-Pistole-Wertung, Jörg Boleslawsky errang die Plätze zwei, drei und vier mit dem KK-Auflage-Gewehr in 50 und 100 m Entfernung und mit dem Unterhebel B. Hermann Weinzierl wurde Vizemeister mit dem Unterhebel B.

Schatzmeister Christian Bauer konnte in seinem Kassenbericht trotz aller Widrigkeiten ein kleines Plus verzeichnen. Bedingt durch den Wegfall der Startgebühren zu Meisterschaften und Preisschießen und der Verringerung der Energiekosten mangels Schießbetrieb konnten die Mindereinnahmen durch Standgebühren und Veranstaltungen aufgefangen werden. Der Verein steht auf einem stabilen finanziellen Fundament. Die Kassenprüfer Gerhard Müller und Peter Niedermeier bescheinigten dem Kassier eine sorgfältige Führung der Kassengeschäfte und sprachen sich für die Entlastung der Vorstandschaft aus.

Bevor es an die Neuwahl der Vorstandschaft ging dankte stellv. Bürgermeister Konrad Breit den Osterhofener Schützen dafür, dass sie trotz aller Einschränkungen die Freude an ihrem Sport nicht verloren haben. Der Vorstandschaft dankte er auch im Namen der Stadt dafür, dass sie auch in schwierigem Wasser das Vereinsschiff auf Kurs hält. Der zahlreiche Besuch an der Jahreshauptversammlung und die Erfolge bei den verbliebenen Meisterschaften zeigten ihm, dass die Stadt Osterhofen vor, während und auch nach Corona stolz auf diesen Verein sein kann und die Feuerschützengesellschaft auch in Zukunft weiter ein Aushängeschild für die Stadt sei.

Die darauffolgenden Neuwahlen konnte Breit schnell und ohne Probleme zum erfolgreichen Abschluss bringen. Als 1. und 2. Schützenmeister wurden Jörg Boleslawsky und Helmut Deisböck einstimmig wieder gewählt. Für die aus der Vorstandschaft ausscheidende Stellvertreterin Vicky Bauer konnte Jochen Maier gewonnen werden. Kassier Christian Bauer stellte sein Amt, das er seit 2006 ununterbrochen und zur vollsten Zufriedenheit aller ausgefüllt hatte, ebenfalls zur Verfügung. Für ihn konnte Robert Heindl einstimmig als Schatzmeister gewählt werden. Schriftführerin Barbara Löw wurde ebenso einstimmig in ihrem Amt bestätigt wie die Jugendleiter Christian Deisböck und Karsten Correia, der auch weiterhin die Pflege der Vereinswaffen und das Amt des Sportleiters KK und GK übernimmt. Auch beim Sportleiter Luftdruck gibt es mit Hans Schwinghammer keine Änderung. Ebenso wurden die Ausschußmitglieder Gerhard Müller, Alfred Stadler, Wilhelm Bauer, Peter Niedermeier, Jürgen Wichert und Markus Weingärtner einstimmig in ihre Ämter wiedergewählt. Neu dazu kommen Sebastian Barth und Helmut Macher sowie Christian Bauer, auf dessen Vorstandschafts-Erfahrung die Mitglieder nicht verzichten wollen. Auch die Kassenprüfer Gerhard Müller und Peter Niedermeier wurden in ihrem Amt einstimmig bestätigt, die beiden Ehrenmitglieder Georg Bauer und Rudi Lawrenczuk vervollständigen satzungsgemäß den Vereinsausschuß aufgrund ihres Ehrenamtes.

Konrad Breit und Jörg Boleslawsky dankten den Mitgliedern für den reibungslosen Ablauf und den neu- bzw. wiedergewählten für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und übergaben das Wort an Gauschützenmeister Herbert Lang. Dieser bedankte sich in seinem Grußwort für die stets gute Zusammenarbeit mit den Osterhofener Schützen. Bei den Wettkämpfen, Meisterschaften und sonstigen Veranstaltungen des Schützengaues sei einfach Verlaß auf die Osterhofener und so komme er immer wieder gerne nach Osterhofen. Der Stadt Osterhofen könne er nur gratulieren, einen seit Jahrzehnten so rührigen und erfolgreichen Verein in ihren Stadtmauern zu haben. Eine ganz besondere Freude sei es ihm heute, eine ganz besondere und äußerst seltene Auszeichnung übergeben zu dürfen und Rudi Lawrenczuk ”für seine unermüdliche Arbeit um das Deutsche Schützenwesen” mit dem bronzenen Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes auszuzeichnen und Danke zu sagen für seine jahrzehntelange Arbeit für den Schießsport.

Nachdem unter dem Punkt Wünsche und Anträge keine Wortmeldungen erfolgten schloß Schützenmeister Jörg Boleslawsky die Jahreshauptversammlung mit einem persönlichen Wunsch: Mögen alle gesund bleiben, die Corona-Zeit gut überstehen und an den Schießständen und im Vereinsheim baldmöglichst wieder Normalität und das gewohnte sowohl aktive als auch gesellige Vereinsleben zurückkehren.

Luftgewehr-König Christian Deisböck, Kassenprüfer Gerhard Müller, die Ehrenmitglieder Georg Bauer und Rudi Lawrenczuk, Luftpistolen-König Sebastian Barth, KK-König und stellv. Schützenmeister Helmut Deisböck, Schriftführerin Barbara Löw, Karsten Correia, Kassier Robert Heindl, Schützenmeister Jörg Boleslawsky, stellv. Schützenmeister Jochen Maier, Alfred Stadler, Markus Weingärtner, stellv. Bürgermeister Konrad Breit, Christian Bauer, Gauschützenmeister Herbert Lang, Helmut Macher, Wilhelm Bauer und Hans
Die ausscheidenden Vicky und
Christian Bauer mit einem kleinen Dankeschön für die langjährige Mitarbeit in der Vorstandschaft
Die frisch gekürten Schützenkönige Helmut und Christian Deisböck, Sebastian Barth und Jörg Boleslawsky
Gauschützenmeister Herbert Lang mit dem neuen Ehrenkreuz-Träger Rudi Lawrenczuk

80 Sportschützen messen sich beim 21. Donau-Cup

Jörg Boleslawsky verteidigt Vorjahrestitel, seine Tochter gewinnt Juniorenwertung

Die Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft veranstaltete heuer bereits zum einundzwanzigsten Mal eines der größten Preisschießen in Niederbayern für Klein- und Großkaliber-Kurzwaffenschützen. An zwei Tagen haben sich die niederbayerischen Sportschützen im Alfred-Sell-Schützenheim ein Stelldichein gegeben und um die beiden Donau-Cup-Trophäen und wertvolle Sachpreise gekämpft. 

Der Donau-Cup wird nur mit Klein- und Großkaliber-Sportpistolen oder -Revolver ausgetragen. Innerhalb von 120 Sekunden dürfen inklusive laden fünfzehn Schüsse abgegeben werden. Bei diesem speziellen Wertungsmodus kommt es darauf an, dass auch unter Zeitdruck die Präzision des Sportschützen nicht leiden darf. Dabei wurden in beiden Disziplinen wieder respektable Ergebnisse erzielt. Den Stellenwert dieses Turniers unterstreichen auch Deutschlands führende Fachzeitschriften für Sportschützen, Visier und Deutsches WaffenJournal. Sie unterstützten die Großveranstaltung der Osterhofener Sportschützen wieder mit Sachpreisen. Eine Bereicherung der Veranstaltung war auch die Ausstellung der Fa. Mönck, Winzer, die am Samstag aktuellste Sportwaffen und Zubehör vorstellte. Bei der stattfindenden Preisverteilung gleich im Anschluss an das Preisschießen dankte 1. Schützenmeister Jörg Boleslawsky ganz besonders Wilhelm Bauer, der vor 21 Jahren dieses Turnier initiiert hatte und sich seitdem jedes Jahr als Cheforganisator um wertvolle Sachpreise und zusammen mit seinen Standaufsichten und sonstigen Helfern um einen geregelten Ablauf und um die Bewirtung der Gäste im Schützenheim kümmert.

“Der Willi”, wie er in Schützenkreisen genannt wird, bedankte sich bei den vielen Sponsoren, die dieses Turnier immer wieder mit Geld- oder Sachpreisen ausstatten. Auch an die Teilnehmer aus dem gesamten niederbayerischen Raum richtete er einen großen Dank für die langjährige Treue und den sportlich fairen Ablauf. Dass auch in Corona-Zeiten und unter Beachtung der Abstands- und Hygienevorschriften wieder 80 Teilnehmer an den Start gingen freute ihn besonders. Ebenso freue es ihn, dass Schützenmeister Jörg Boleslawsky mit 95 Ringen unter Beweis stellen konnte, dass sein Vorjahressieg in der Grokaliberwertung kein Zufallstreffer war. Unter dem Applaus der Teilnehmer konnte dieser als erster unter den vielen Sachpreisen auswählen.

Auf die Plätze zwei und drei kamen Stefan Krieg von den GLS Neureichenau mit 93 Ringen und Michael Weber von den Ohe-Schützen Schöllnach mit 92 Ringen. Helmut Deisböck, FSG Osterhofen, konnte sich mit 87 Ringen und den besseren Deckserien gegen den ringgleichen Tobias Dadlhuber, VWS Otterskirchen, durchsetzen, gefolgt von Josef Kohlpaintner, Bergschützen Pillham, 86 R, Max Peinkofer, PSSF, 85 R, und Martin Würzburger, JSV Quetsch, 84 R. Als nächste Preisträger folgte ein starker Osterhofener Block, Robert Heindl und Jochen Maier, 79 und 78 R belegten Platz neun und zehn, während Alfred Stadler, Sebastian Barth und Volker Müller 78, 77 und 74 Ringe vorweisen konnten. Markus Straßer, Ohe-Schützen Schöllnach, und Franz Schmid, PSSF, belegten mit 73 und 72 Ringen die nächsten Plätze. Insgesamt konnten in der Großkaliber-Wertung 54 Starter einen Sachpreis mit nachhause nehmen.

Die Kleinkaliber-Wertung konnte dieses Jahr Jürgen Zeindl von der SLG Fürstenstein mit 84 Ringen für sich entscheiden. Roland Mayer, FSG Aldersbach, platzierte sich mit 81 Ringen vor Rainer Blindauer, Polizeischützen Fürstenzell, 74 R, Alfred Stadler, FSG Osterhofen, 68 R, und Jörg Boleslawsky, 66 Ringe. Erstmals war auch eine Juniorenwertung ausgeschrieben, hier konnte Louise Boleslawsky, FSG Osterhofen, für ihre 65 Ringe den Sonderpokal plus Sachpreis in Empfang nehmen. Mit 55 und 54 Ringen konnten Sebastian Barth, FSG Osterhofen, und Michael Baumgartner, VWS Otterskirchen die Preisträgerliste fortsetzen, gefolgt von Günther Bindereder, SV Sto Feldkirchen, Christian Deisböck, FSG Osterhofen, beide 53 Ringe. Max Hüttinger, FSG Osterhofen, belegte mit 52 Ringen Platz elf, gefolgt von Sabine Fürst, GLS Neureichenau, ringgleich mit 52 R, Juniorschütze Vinzent Müller, FSG Osterhofen, 47 R, Stefan Krieg, GLS Neureichenau, 43 R, und Jakob Meyer, FSG Aldersbach, ebenfalls 43 Ringe. In der Kleinkaliber-Wertung wurden insgesamt 26 Sportschützen mit einem Sachpreis für ihre Leistungen belohnt.

Den Meistpreis für die stärkste Vereinsabordnung holten mit 10 Startern die Schützen von der SLG Fürstenstein wie im Vorjahr und können sich demnächst über ein gemeinsames Serrano-Schinken-Essen freuen. Alle weiteren Ergebnisse sind auf der Internetseite der Feuerschützen nachzulesen unter www.FSG-Osterhofen.de.

Schießleiter Wilhelm Bauer konnte dem Donau-Cup-Gewinner Jörg Boleslawsky die Siegertrophäe der Großkaliberschützen überreichen, dessen Tochter Louise gewann die Juniorenwertung, Jürgen Zeindl siegte in der Kleinkaliber-Wertung und die SLG Fürstenstein freute sich über den riesigen Schinken in der Meistpreis-Wertung.

Über 100 Teilnehmer schießen 100-Schuß-Marathon mit Abstand

Alljährliches Turnier diesmal als Fernwettkampf – Osterhofener Donau-Cup am kommenden Wochenende

Foto: Penzkofer Julia Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen

Auch in Corona-Zeiten lassen sich die Sportschützen nicht aus der Ruhe bringen. Unter dem Motto “Schützen schützen sich und andere” haben die Osterhofener Feuerschützen dieses Jahr den beliebten 100-Schuß-Marathon als Fernwettkampf organisiert und die Resonnanz hat ihre Mühen bestätigt. Normalerweise ist das Osterhofener Schützenheim jedes Jahr Ende September eine Woche lang jeden Abend voll ausgelastet. Da bei diesem großen Andrang eine Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften nicht zu garantieren gewesen wäre und die Feuerschützen weder ihre Gäste noch die mitarbeitenden Mitglieder einem unnötigen Risiko aussetzen wollten hat sich die Vorstandschaft schweren Herzens entschlossen, das diesjährige Turnier als Fernwettkampf zu organisieren. Das heißt, die Teilnehmer schießen ihren Wettkampf im kleinen Kreis auf dem jeweiligen heimischen Schießstand und melden ihre Ergebnisse. 109 Teilnehmer aus allen Alters- und Leistungsklassen haben diese Möglichkeit genutzt, endlich wieder an einem Turnier teilzunehmen und ihren Leistungsstand zu überprüfen, nachdem ja die Wettkampfsaison im Frühjahr kurzfristig abgebrochen und sämtliche Meisterschaften und Preisschießen komplett abgesagt worden waren. Geldpreise oder Pokale gab es dieses Jahr zwar nicht zu gewinnen, dafür mußten die Teilnehmer aber auch keinerlei Startgeld entrichten.

Auf das, was den Osterhofener 100-Schuß-Marathon zum großen Teil ausmacht, das kameradschaftliche Zusammensitzen vor und nach dem Schießen, das gegenseitige kennen lernen, das fachsimpeln, das nebeneinander gegeneinander kämpfen, der direkte Kontakt von jung und alt, Frauen und Männern, Hobby- und Spitzenschützen mußte leider verzichtet werden. Aber wie Organisator Rudi Lawrenczuk aufgrund der vielen Rückmeldungen erfahren durfte, waren die Schützen froh, ihr Können endlich wieder einmal unter Beweis stellen und sich mit anderen messen zu können. Dass die Schützen auch unter erschwerten Bedingungen nichts verlernt haben zeigten die teilweise unglaublichen Ergebnisse.

Die Teilnehmer in den einzelnen Wertungsklassen:

In der Luftpistolen-Jugendklasse holte sich bei seiner zweiten Teilnahme an diesem Turnier Paul Riepl von der FSG Osterhofen mit exakt demselben Ergebnis wie im Vorjahr mit 787 Ringen den ersten Platz, gefolgt von Thomas Nigl, Hacklberger Schützen, 713 R, und Martin Ameres, ebenfalls Osterhofen, 670 Ringe.

In der Damenklasse Luftpistole verwies dieses Jahr Sophie Mayer von den Adlerschützen Unteriglbach mit 892 Ringen die Vorjahressiegerin Corinna Lohse von der SSG Dynamit Fürth mit 891 Ringen äußerst knapp auf Platz zwei, während Ina Tunkel-Seyler von Hubertus Schöllkrippen mit 844 Ringen Platz drei belegte.

Die Damen-Altersklasse mit der Luftpistole gewann Cäcilia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising mit 833 Ringen vor Beate Fruth, Bayerwaldschützen Eging, 802 Ringe.

Den Sieg in der LP-Schützenklasse sicherte sich dieses Jahr Johannes Schauer, Adlerschützen Unteriglbach, mit 938 Ringen, vor seinen Vereinskameraden Stefan Degenhart und Roland Meyer, 925 und 900 Ringe.

Die LP-Altersklasse sah wie im Vorjahr Ludwig Ottomanow von der FSG Osterhofen mit 915 Ringen gedanklich auf dem Siegertreppchen, flankiert von Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, 885 R, und Wolfgang Gonsch von den Hacklberger Schützen, der 857 Ringe vorweisen konnte.

In der Seniorenklasse Luftpistole konnten Helmut Deisböck und Rudi Lawrenczuk, beide Osterhofen, exakt dasselbe Ringergebnis in die Scheiben stanzen. Mit jeweils 904 Ringen sicherte die bessere 93-er Schlußserie den ersten Platz für Helmut Deisböck. Mit 876 Ringen und Platz drei feierte Angela Stetter von den Bayerwaldschützen Eging ihren Einstand in der Seniorenklasse.

In der Seniorenklasse Luftpistole Auflage zeigte Rony Egger von der FSG Passau einmal mehr sein Ausnahmekönnen. Mit 1036,8 Ringen platzierte er sich unangefochten auf Platz eins vor Bernd Steglich, Hubertus Böhmzwiesel, 1019,2 R, und Victoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 1017,7 Ringe vorweisen konnte.

Der Sieg in der zahlenmäßig leider schwach besetzten Luftgewehr-Jugendklasse ging in diesem Jahr an Pascal Kuchar von den Hacklberger Schützen, der mit exakt 700 Ringen abschloß.

In der jedes Jahr hart umkämpften Luftgewehr-Damenklasse ging dieses Jahr Julia Penzkofer, Fröhliche Bergler Greising, mit bundesligareifen 992 Ringen als Siegerin hervor. Karola Meyer und Steffi Kagleder, beide Bräuschützen Emmersdorf, zeigten mit 961 und 954 Ringen zwar ebenfalls hervorragende Ergebnisse, mußten sich aber mit Platz zwei und drei zufriedengeben.

Dass in Greising noch mehr hervorragende Schützen zuhause sind bewies in der Luftgewehr Damen-Altersklasse Cäcilie Penzkofer mit 928 Ringen.

In der Schützenklasse Herren konnte sich Thomas Hanuss von den Ohetaler Schützen Kirchberg mit 971 Ringen gegen Emanuel Frey, 956 R, und Christian Sonnleitner,950 R, beide Bräuschützen Emmersdorf, durchsetzen.

Die LG-Herren-Altersklasse gewann wie im Vorjahr Wolfgang Hofer, Hubertusschützen Aigen/Inn, der seine Vorjahresleistung nochmal um sechs Ringe auf 961 Ringe hochschrauben konnte. Christian Kalhammer, Adlerschützen Unteriglbach, und Werner Maier, Bräuschützen Emmersdorf, kamen mit 952 und 948 Ringen auf die Plätze zwei und drei.

In der Luftgewehr Seniorenklasse verteidigte Reinhart Zündorf von den Hacklberger Schützen mit 913 Ringen seinen Vorjahrestitel gegen Alois Sonnleitner, Emmersdorf, 881 Ringe.

In der Disziplin Luftgewehr Senioren aufgelegt ging es auch trotz der Zehntelwertung extrem eng zu. Mit unglaublichen 1060,6 Ringen konnte Armin Hiemer vom SV Eintracht Hoyren (ein Verein im Bodensseekreis) die Vorjahres-Bestmarke von Robert Maier Deggenau nochmal um zwei Zehntelringe verbessern. Auch der Vorjahreszweite Detlef Müller, VS Kühbach, konnte sein letztjähriges Ergebnis nochmal steigern und platzierte sich mit 1058,7 Ringen vor seinem Vereinskameraden Hans-Peter Hoch, der 1057,9 Ringe in die Schießscheiben zauberte.

Eigentlich ist es bei den Sportschützen eher ungewöhnlich, dass sie ihren Sport sowohl mit Kurz- als auch mit Langwaffen betreiben. Umso mehr beeindrucken besonders die Schützen, die bei diesem sowieso schon anstrengenden 100-Schuß-Marathon sowohl mit der Luftpistole als auch mit dem Luftgewehr immer wieder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

In der Marathon-Kombiwertung, Luftgewehr und Luftpistole zusammen gewertet, setzte sich wieder einmal Roland Meyer, Bräuschützen Emmersdorf, durch. Mit dem Gesamtergebnis von 1843 Ringen konnte er sich gegen seinen Mannschaftskollegen Werner Maier, 1833 R, und Corinna Lohse, von der SSG Dynamit Fürth, 1824 Ringe behaupten.

Der Sieger der Kombiwertung bei den Auflage-Schützen ließ erst gar keinen Zweifel an seiner Ausnahmestellung im Auflageschießen aufkommen. Mit 2086,4 Ringen setzte sich Rony Egger von der FSG Passau unangefochten an die Spitze vor Viktoria Sachsen, Edelweiß Möhren, die 2066,4 Ringe erzielen konnte, während Rudi Lawrenczuk, Osterhofen, mit 2057,0 Ringen die drei theoretischen Podestplätze vervollständigte. Alle Ergebnisse sind unter www.FSG-Osterhofen.de nachzulesen.

Am kommenden Wochenende wird aber nun beim Donau-Cup wieder im Osterhofener Schützenheim geschossen. Am Freitag und Samstag kommen die Klein- und Großkaliber-Kurzwaffen wieder zum Einsatz und Schützen aus ganz Niederbayern treffen sich hier zum Wettstreit um schöne Sachpreise. Aufgrund des ausgeschriebenen Modus und der geringeren Teilnehmerzahlen lassen sich hier Abstands- und Hygieneregeln sicher einhalten. Die Mitglieder um Schützenmeister Jörg Boleslawsky und Schießleiter Wilhelm Bauer haben jedenfalls alle Vorkehrungen getroffen, dass auch die 21. Auflage dieses Turniers wieder ein Erfolg wird. Foto: Julia Penzkofer von den Fröhlichen Berglern Greising, die beim 100-Schuß-Marathon mit 992 Ringen in der Luftgewehr-Damenklasse neue Maßstäbe

Marathon-Fernwettkampf 2020

Liebe Freunde des Schießsports
Nach langem hin- und her-überlegen haben wir uns schweren Herzens entschlossen,
den diesjährigen 100-Schuß-Marathon , der nach den letzten Lockerungen eigentlich
schon fest eingeplant war, abzusagen.
Der Grund dafür sind zum einen die momentan wieder steigenden Zahlen der
Infizierten und die Unklarheit darüber, wie die Situation und die daraus
resultierenden Beschränkungen in vier Wochen sein werden.
Zum anderen sind mit einer solchen Veranstaltung natürlich auch eine Menge
Vorleistungen verbunden.
Die Einladungen sind zwar gedruckt, müßten aber jetzt kuvertiert, adressiert und
verschickt werden, die Pokale müßten bestellt, bezahlt und beschriftet werden,
Aufkleber und Urkunden müßten gedruckt werden, Auswerter, Standaufsichten und
Bewirtungs-Personal müßte eingeplant werden –
und das alles immer mit dem Risiko, dass die Teilnehmerzahlen aufgrund der trotz
aller Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen nicht auszuschließenden
Ansteckunsgefahr extrem zurückgehen
oder – dass bei wieder einsetzenden Verschärfungen im Sportbetrieb alles umsonst
gewesen wäre.

Schützen schützen – sich und andere.
Unter diesem Motto wollen wir Euch und auch unsere Helfer nicht einem
unkalkulierbaren Risiko aussetzen.
Wir haben uns deshalb dazu durchgerungen, so leid es uns tut, den diesjährigen
100-Schuß-Marathon aus Sicherheitsgründen abzusagen.
Damit Ihr aber trotzdem nicht auf unseren beliebten Wettkampf verzichten müßt
und auch der in den letzten Monaten durch die Absage aller Wettkämpfe und
Meisterschaften schwächelnde Ehrgeiz wieder erweckt wird, bieten wir Euch den
100-Schuß-Marathon als Fernwettkampf an.
Den Modus könnt Ihr in der beiliegenden pdf-Datei nachlesen.
Das ganze führen wir durch ohne Startgeld und ohne Preise, nur auf Vertrauen und
Schützen schützen – sich und andere.Ehrlichkeit basierend.
Das, was unseren Marathon zum großen Teil ausmacht – das miteinander
gegeneinander schießen und die Geselligkeit, das zusammensitzen und die
Unterhaltung können wir Euch dadurch leider nicht bieten.
Aber vielleicht ist es trotzdem ein Gewinn für Euch, Euch endlich wieder einmal
mit anderen messen zu können.
Wir würden uns über Eure Teilnahme sehr freuen, auch unter diesen für uns alle
nicht einfachen Bedingungen.
Bitte gebt diese Einladung auch an Eure Vereinskameraden weiter.
Mit einem freundlichen Schützengruß
und dem Wunsch, dass wir uns baldmöglichst wieder
unter normalen Umständen treffen können – bleibts gsund
Die Mitglieder der Königl. privilegierten
Feuerschützengesellschaft Osterhofen 1425
Jörg Boleslawsky

1. Schützenmeister