Feuerschützen Osterhofen beendeten erfolgreiche Saison

Zwölf Einzel- und neun Mannschafts-Gaumeistertitel sowie etliche Vizemeistertitel bei den Gaumeisterschaften

Zum Saisonabschluß waren die aktiven Mitglieder der Feuerschützengesellschaft ins Alfred-Sell-Schützenheim eingeladen, wozu Schützenmeister Markus Weingärtner Ehrenschützenmeister Georg Bauer besonders begrüßen konnte. Bevor jedoch die Saison abgeschlossen werden konnte gab es erst noch ein Stelldichein der acht besten Schützen beim diesjährigen Western-Duo-Schießen.

Wie jedes Jahr waren jeweils zwei Schützen zusammengelost, die mit Winchester und Revolver auf Büffel- und Truthahn-Schießscheiben im Vorkampf über mehrere Wochen Ringe sammelten. Bis zur letzten Minute wurde um die Qualifikation für´s Halbfinale gekämpft.

Die besten vier Duos traten dann zum Halbfinale an, bei dem im direkten Vergleich jeweils zwei Duos ihre fünf Ziele treffen mußten. Wer seine Ziele zuerst abräumte kam eine Runde weiter. Im ersten Duell trafen bei zahlreichen Zuschauern die im Vorkampf mit großem Abstand führenden Helmut Deisböck und Jörg Boleslawsky auf die drittplatzierten Barbara Löw und Rudi Lawrenczuk, für die hier auch schon Endstation war. Das zweite spannende Duell sah die Zweitplatzierten Hermann Weinzierl und Gerhard Müller gegen die Vierten Christian Deisböck und Sepp Maidorn, wobei hier die Zweitgenannten die schnelleren Treffer setzen konnten.

Beim Kampf um Platz drei ging anschließend das Duo Weinzierl/Müller gegen Löw/Lawrenczuk als Sieger hervor. Auch beim abschließenden Finalschießen zeigte sich wieder einmal die Tücke dieses Wettbewerbes, da auch bei geübten Schützen unter Zeitdruck manchmal die Präzision leidet, oder die Ziele trotz Treffer nicht fallen wollen. Schlußendlich holten sich Deisböck/Boleslawsky gegen Deisböck/Maidorn den Sieg und hatten somit freie Auswahl unter den Sachpreisen.

Anschließend verwöhnten Willi Bauer am Grill zusammen mit den Schützendamen am Salat- und Küchenbuffet die Mitglieder. Den offiziellen Teil des Abends begann der Schützenmeister mit der Preisverteilung des Duo-Schießens und seinem Dank an alle aktiven Mitglieder, die auch im abgelaufenen Jahr fleißig trainiert hatten und das dadurch erworbene Können in zahlreichen Wettkämpfen, Meisterschaften und diversen Preisschießen unter Beweis stellen und dafür hervorragende Platzierungen einsammeln konnten.

Der Schützenmeister verwies auf die von Rudi Lawrenczuk wieder zusammengestellte dicke Ergebnis-Mappe mit allen Ergebnis-Listen der abgelaufenen Saison. Darin enthalten sind natürlich auch die Erfolge bei den diesjährigen Gaumeisterschaften in den verschiedensten Disziplinen. Zwölf Meistertitel, zwölf zweite und elf dritte Plätze erreichten die Mitglieder der Feuerschützen in den Einzelwertungen, bereichert durch neun Mannschafts-Meistertitel und zum wiederholten mal die Titel “erfolgreichste Schützen des Jahres” des Schützengaues Vilshofen für Jürgen Wichert, Helmut Deisböck und Rudi Lawrenczuk.

Unter dem Beifall der Anwesenden gab der Schützenmeister die Ergebnisse der erfolgreichen Schützen bekannt und überreichte die dazugehörigen Urkunden und Medaillen. Auch bei den Niederbayerischen Meisterschaften konnten sehr gute Ergebnisse und etliche Qualifikationen zur Bayerischen Meisterschaft erzielt werden, die mittlerweile auch alle abgeschlossen werden konnten und diverse gute Platzierungen unter den besten Schützen ganz Bayerns brachten.

Anschließend entließ der Schützenmeister die Osterhofener Sportschützen in eine wohlverdiente Sommerpause bis Ende August. Damit den Schützen aber nicht langweilig wird, besteht wie üblich an den Donnerstagabenden auch weiterhin eine Trainingsmöglichkeit. Des weiteren sind auch heuer wieder die Teilnahmen am Winchester-Cup in Schöllnach oder Mitte August am Volksfestschießen in Straubing geplant. Ende September starten die Feuerschützen dann mit dem 100-Schuß-Marathon und Anfang Oktober mit dem Donau-Cup in die neue Saison, wozu der Schützenmeister wieder auf tatkräftige Mitarbeit der Mitglieder hofft.

 

Helmut Deisböck und Jörg Boleslawsky blieben Sieger beim Duell des Western-Duoschießens.
Schützenmeister Markus Weingärtner (links) hocherfreut über seine erfolgreichen Schützen bei den Gaumeisterschaften – Hans Schwinghammer, Helmut Deisböck, Wilhelm Bauer, Hermann Weinzierl und Rudi Lawrenczuk

Traurig!!!

Traurig!!!

Es ist einfach unglaublich, wie gestört und boshaft manche Leute sein können. Vor einigen Monaten mußten im Park vor dem Osterhofener Schützenheim einige Bäume wegen Gefährdung gefällt werden. Damit wenigstens ein Andenken an die Bäume bestehen bleibt, hat “cdMotorsagla” Christian Deisböck, Mitglied der Feuerschützengesellschaft Osterhofen, aus dem verbliebenen Stumpf einer Fichte mit der Kettensäge einen wunderschönen Adler geschnitzt, der allseits viel Bewunderung hervorgerufen hat. Um das Kunstwerk noch perfekt zu gestalten, hat er ihm als Tüpferl auf das i sogar zwei Glasaugen eingesetzt. Jetzt hat irgendein Volldepp mit roher Gewalt diese Glasaugen herausgebrochen. Ich weiß jetzt nicht, ist es die pure Bosheit oder der Neid darauf, dass andere etwas Schönes geschaffen haben, oder einfach nur der Wille, diese Glasaugen für eigene Zwecke zu verwenden – auf jeden Fall ist es einfach nur traurig, wenn man das Eigentum anderer Leute nicht in Ruhe lassen kann. Umso trauriger, als solche Glasaugen für ein paar wenige Euro im Handel zu kaufen wären.  Falls irgendjemand Beobachtungen gemacht hat oder etwas über den Verbleib der Glasaugen sagen kann, würden wir uns über einen Hinweis freuen, damit wir den Übeltäter zur Rechenschaft ziehen können.

Geburtstagsschießen zum 90. von Irmi Hehlert

58 Jahre Mitglied bei den Feuerschützen – Franz Flieger traf genau auf den Punkt

Foto: Die Jubilarin auf ihrem Ehrenplatz im Schützenheim zusammen mit 1. Schützenmeister Markus Weingärtner und dem Gewinner des Geburtstagsschießens Franz Flieger

Osterhofen. Ein äußerst seltenes Festschießen konnten die Feuerschützen Osterhofen in den letzten Wochen durchführen. Ehrenmitglied Irmi Hehlert hatte zu ihrem 90. Geburtstag, den sie im Januar im Kreise ihrer Lieben feiern konnte, ihre Schützenfamilie zum Geburtstagsschießen geladen. 18 Schützen setzten über fünf Wochen alles daran, den geforderten 90-Teiler zu treffen, einen Schuß, der exakt 90 Hundertstel Millimeter vom Mittelpunkt der Scheibe abweicht.

Bei der abschließenden Siegerehrung am Donnerstag ging der neugewählte Schützenmeister Markus Weingärtner auch auf die lange Mitgliedschaft von Irmi Hehlert ein. Bereits im Jahre 1959, dem Jahr als Konrad Adenauer noch Bundeskanzler und Theodor Heuss Bundespräsident waren, Peter Kraus Sugar Baby rockte und Caterina Valente Tschau tschau Bambino trällerte, Ben Hur erstmals über die Leinwand flimmerte und der Liter Benzin noch 63 Pfennige kostete, wurde sie Mitglied der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Osterhofen. Schon bald entwickelte Irmi Hehlert sich zur Meisterschützin, die weitum in Niederbayern als Konkurrentin gefürchtet, aber als Schützenkameradin hoch geachtet wurde. 30 Jahre lang war sie bei den Feuerschützen als Schriftführerin “die Herrin über Sitzungsprotokolle, Vereinschronik und das Goldene Buch des Hl. Nikolaus”, ein Amt, dass sie mit viel Liebe, Sorgfalt und Herzblut ausübte. Auch bei den kleinen und großen Preisschießen war sie jahrzehntelang eine zuverlässige Stütze und als “die Dame vom Nachkauf” weitum bekannt. Nebenbei fand sie immer wieder Zeit, für ihre Schützenfamilie Kuchen zu backen, für die Schützenkinder Nikolaussäckchen zu packen oder für Jubiläen und Feiern Gedichte zu schreiben. Als Ausschußmitglied war und ist sie immer noch aktiv dabei, die Geschicke des Vereines in die richtigen Bahnen zu lenken, wobei sie wegen ihrer Geradlinigkeit und ihrer offenen Worte hoch geachtet ist.

Da sie aufgrund ihres jahrzehntelangen Engagements von Verein, Schützengau und Bayer. Sportschützenbund an Urkunden, Abzeichen bis hin zur Ehrenmitgliedschaft bereits alles erhalten hat und seit ihrem 80. Geburtstag sogar über einen namentlich für sie reservierten Stammplatz im Schützenheim verfügt, war es für ihn schwierig, ein passendes Geschenk zu finden, so Schützenmeister Weingärtner. Und so kam ihm die Idee, der Jubilarin in Anlehnung an die Schützenkönigskette eine “Lebenskette” anzufertigen, die aus 90 Münzen besteht und in der Unterschiedlichkeit des Glanzes der Münzen an strahlende oder auch dunklere Jahre in ihrem Leben erinnern soll. Mit dem Wunsch, dass diese Kette noch um viele helle Münzen und Jahre erweitert werden kann, leitete Weingärtner unter großem Applaus für die Jubilarin über zur Preisverteilung.

Mit exakt dem geforderten 90-Teiler hatte Franz Flieger als Erster die freie Auswahl unter den von der Jubilarin gestifteten Sachpreisen. Mit der Kleinkaliberpistole holte sich Christian Deisböck den zweiten Platz, gefolgt von Christian Bauer, 89,8-Teiler, Rudi Lawrenczuk, Großkaliber, Cony Stefan, 89,6-T, Gerhard Müller, Großkaliber, Helmut Deisböck, 90,5-T, Hans Schwinghammer, Kleinkaliber, Josef Maidorn, 94,6-T, und Peter Niedermeier, 96,4-Teiler.